Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bückeburg Stadt Zur Not hilft eine Smartphone-App
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Zur Not hilft eine Smartphone-App
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:21 03.06.2015
Die beiden Spanier Juan Rodriguez Remirez (links) und Angel Serrano Dominguez (Dritter von links) freuen sich, dass sie die Chance bekommen haben, ein Praktikum beim Autohaus Mohme & Piepho zu absolvieren. Mit auf dem Bild: Michael Piepho (Zweiter von links), der Werkstattmeister des Autohauses, Michael Witthausen (Zweiter von rechts) und der BBS-Lehrer Christian Schubert (rechts). wk
Anzeige
Bückeburg

Aufgrund guter Kontakte ihrer in Madrid ansässigen Berufsschule zu den Berufsbildenden Schulen Rinteln haben zwei angehende Kfz-Mechaniker der „CIFP Profesor Raúl Vázquez“-Berufsschule die Möglichkeit genutzt, das für den Abschluss ihrer Berufsausbildung erforderliche Praktikum bei dem Bückeburger Autohaus Mohme & Piepho anstatt bei einem Unternehmen in ihrem Heimatland zu absolvieren. Dies verbunden mit der Hoffnung, aufgrund dieser Auslandserfahrung größere Chancen zu haben, in Spanien trotz der dort herrschenden extrem hohen Jugendarbeitslosigkeit von mehr als 50 Prozent einen qualifizierten Arbeitsplatz zu ergattern, berichtet Christian Schubert, Lehrer der BBS Rinteln.

Realisiert würden solche Praktika übrigens durch das von der Europäischen Union geförderte Projekt „Erasmus plus“, das auch deutschen Auszubildenden ermögliche, im Rahmen eines gegenseitigen Austausches einen Teil ihrer Berufsausbildung im Ausland zu absolvieren.

Das noch bis Mitte Juni 2015 laufende Praktikum ist jedoch nicht nur für die beiden jungen „Gast-Azubis“ Angel Serrano Dominguez und Juan Rodriguez Remirez eine interessante Erfahrung, sondern auch für die Mitarbeiter des Autohauses Mohme & Piepho: Zwar sei die Zusammenarbeit aufgrund Sprachschwierigkeiten „etwas holprig“ angelaufen, mittlerweile aber funktioniere die Verständigung recht gut, verrät Michael Piepho, einer der beiden Geschäftsführer des Unternehmens. Man müsse sich halt der englischen Sprache bedienen. Und zur Not greife man eben auf spezielle Smartphone-Apps zurück, mit denen man die jeweiligen Worte oder Sätze vom Deutschen ins Spanische und umgekehrt übersetzen lassen könne.

Darüber hinaus hätten sie die beiden Gäste laut Piepho auch sonst gut in das Team integriert und in der Freizeit auch schon mehrfach etwas mit ihren deutschen Arbeitskollegen unternommen. Und was das Engagement sowie die Qualität der von Angel Serrano Dominguez und Juan Rodriguez Remirez in der Werkstatt geleisteten Arbeit betrifft, seien diese so gut, „dass sie gerne auch noch acht Wochen länger bleiben könnten“.

„Die Arbeitslosigkeit ist in der Tat ein großes Problem für die jungen Menschen in Spanien“, bestätigt Juan Rodriguez Remirez. Von daher verspreche er sich eine Verbesserung seiner beruflichen Chancen, wenn er bei seinen Bewerbungen auf das Praktikum bei dem deutschen Autohaus verweisen könne.

Ob sich die Arbeit in der Bückeburger Kfz-Werkstatt von der in einem spanischen Kfz-Betrieb unterscheidet, könne er indes nicht sagen, da er bislang ja nur in der Lehrwerkstatt der Schule an Autos geschraubt habe. wk

Anzeige