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Bückeburg Stadt Zurück ins Jahr 1765
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Zurück ins Jahr 1765
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00:25 25.09.2015
Die Besucher der „Barocktage auf Schloss Bückeburg“ können ein historisches Wimmelbild betreten und sich darin umschauen, teilweise sogar mitmachen, verspricht Marcus Stickdorn, der künstlerische Leiter des Events – hier stilecht als Offizier der Artillerie kostümiert. Quelle: wk
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Bückeburg

Die in Stadthagen vollzogene Vermählungszeremonie wird dabei allerdings nicht dargestellt, wohl aber wird ein Eindruck davon vermittelt, wie es währenddessen in der Residenzstadt Bückeburg zugegangen sein könnte. So haben sich – laut „Drehbuch“ – etwa der lokale Kleinadel und Durchreisende auf Schloss Bückeburg einquartiert, um einen Blick auf die feudale Hochzeitsgesellschaft zu werfen, wobei sich Graf Wilhelm und dessen Gefolge aber leider „verspäten“ werden (denn der Adelige selbst soll ja nicht dargestellt werden).

Derweil vertreibt man sich die Zeit mit Tanz, Musik, Glücksspiel, Fechtstunden und allerlei anderen Aktivitäten. Mitunter können die Besucher auch Duelle sehen, mit denen etwaige Streitigkeiten geregelt werden. Zudem bieten Händler und Handwerker ihre auf althergebrachte Art gefertigten Waren an, während vor dem Schloss das Militär exerziert und an jedem der beiden Veranstaltungstage ein „Feldmanöver“ – sprich: „ein simuliertes Gefecht aller Waffengattungen“, zu denen auch mehrere mit Platzpatronen schießende Kanonen zählen – im Schlossgarten durchführt. Vorsorglich sei darauf hingewiesen, dass es, so Marcus Stickdorn, der künstlerische Leiter der „Barocktage“, bei den mit „Sturm auf die Schanze“ überschriebenen Artillerievorführungen (Sonnabend um 16 Uhr, Sonntag um 11.30 Uhr) „sehr laut“ werden wird.

„Ziel der Barocktage auf Schloss Bückeburg ist es, den Besuchern die wohl bedeutsamste Epoche der schaumburg-lippischen Geschichte auf ebenso lehrreiche wie unterhaltsame Weise nahezubringen“, erklärt Stickdorn, der als studierter Historiker unter anderem im Preußen-Museum in Minden tätig ist. Demnach reisen hierfür insgesamt rund 220 ehrenamtliche Darsteller aus ganz Deutschland, Österreich, Frankreich und den Niederlanden an, um das Schlossareal in ein „historischen Wimmelbild“ zu verwandeln, in das die Besucher hautnah eintauchen können.

Ein besonderer Programmpunkt ist übrigens auch ein für die Besucher als „Schauessen“ aufgezogenes großes „Bankett“ (Sonnabend, 13 Uhr) im Schloss, bei dem den Akteuren typische Speisen aus der Zeit des Spätbarocks kredenzt werden und die Darsteller die damals üblichen Höflichkeitsregeln vorführen. Am Sonntag um 15.30 Uhr können die Besucher im Schlossgarten eine simulierte „höfische Jagd auf Niederwild“ bestaunen, die ebenfalls ein schönes Bild bieten wird.

Am Freitag, 25. September, wird es um 19.30 Uhr ein einleitendes Barockkonzert in der Schlosskapelle geben, bei dem das international besetzte Barockensemble „Les Matelots“ den Spuren des englischen Musikhistorikers Charles Burney quer durch Europa folgt (der Eintritt ist frei).

Der Eintritt zu den „Barocktagen“ kostet pro Person elf Euro (Erwachsene) beziehungsweise 18 Euro (Familie). Für Kinder bis 16 Jahre ist der Eintritt frei. Der Eintritt zu den Reitkunstvorführungen der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg kostet pro Person zehn Euro (Erwachsene und Jugendliche) respektive fünf Euro (Kinder bis 16 Jahre). Weitere Informationen unter www.barocktage-bueckeburg.de. wk

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