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Zweiter Anlauf für Regioport

Einen Schritt weiter Zweiter Anlauf für Regioport

Der Planungsverband „Regioport Weser“ hat den zweiten Versuch unternommen, die planerischen Voraussetzungen für die Errichtung des am Mittellandkanal zwischen Cammer und Päpinghausen geplanten Containerumschlagplatzes zu schaffen.

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Während der Verbandsversammlung machten Mitglieder der Bürgerinitiative Containerhafen auf ihre Interessen aufmerksam.

Quelle: bus

Minden/Bückeburg. Die Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplans „Regioport Weser I“ erfolgte im Rahmen der jetzt 13. Sitzung des Verbandes im Sitzungssaal der Kreisverwaltung Minden-Lübbecke ohne Enthaltung und Gegenstimme.

Der erneute Anlauf war notwenig geworden, weil die im Juni 2014 beschlossene erste Bebauungsplan-Aufstellung zwischenzeitlich wegen handwerklicher Mängel hatte kassiert werden müssen. „Es ist nicht verboten, dazuzulernen und am Ende schlauer zu sein“, merkte der Vorsteher des paritätisch mit Vertretern der Städte Minden und Bückeburg sowie der Landkreise Minden-Lübbecke und Schaumburg besetzten Verbandes in diesem Zusammenhang an. „Jetzt sind wir einen Schritt in die richtige Richtung weiter“, gab Verbandsvorsitzender Jörg Farr, Schaumburgs Landrat, zu verstehen.

„In den Sitzungen des begleitenden Arbeitskreises konnten in Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Fachdienststellen der Gebietskörperschaften des Planungsverbandes und den beteiligten Planern und beauftragten Gutachtern/Fachbüros viele Sachfragen geklärt sowie eine Konkretisierung der Planungen erreicht werden, die zum Beispiel einen geringeren Flächenanspruch für den geplanten Containerhafen gegenüber der Ursprungsplanung ergeben hat. Insgesamt konnte in den bisherigen Planungen nachgewiesen werden, dass alle Konflikte, die mit dem Großprojekt an diesem Standort verbunden sind, gelöst werden können“, heißt es im aktuellen Beschluss.

Die Änderung des Bebauungsplanentwurfs und dessen erneute Beschließung seien „aufgrund der in der öffentlichen Auslegung und Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange eingegangenen Stellungnahmen“ erforderlich geworden.

Während der Sitzung wurde in mehreren Stellungnahmen deutlich, dass auch der zweite Entwurf nicht auf die ungeteilte Zustimmung aller Verbandsmitglieder trifft. „Ich muss ganz groß bemängeln, dass Sie beispielsweise das Vorkommen eines Wachtelkönigs ziemlich heruntergespielt haben und dass Sie sich mit Gutachten zufrieden gegeben haben, die schon einige Jahre alt sind“, meinte etwa Wolfhard Müller, Vertreter der Stadt Bückeburg, mit Blick auf den Naturschutz.

„Ich bitte den Landkreis Minden-Lübbecke und den Landkreis Schaumburg, sich noch einmal zusammenzusetzen, um eine Möglichkeit zu finden, etwas für die Bückeburger Aue zu tun und einen Ausgleich nicht nur rechnerisch auf dem Papier herzustellen.“

Manfred Horter vom Kreis Minden-Lübbecke bemängelte, dass hinsichtlich der in Aussicht stehenden Zunahme des Schwerlastverkehrs die Stellungnahme der Stadt Porta Westfalica nicht ausreichend Einfluss gefunden habe. „Hier besteht noch enormer Verbesserungsbedarf.“

Bernd Insinger, Vertreter der Stadt Bückeburg, räumte zwar „durchaus Verbesserungen gegenüber der bisherigen Planungssituation“ ein, erkannte aber durchaus „noch einige Dinge, über die wir im weiteren Verfahren nicht nur reden möchten, sondern auch reden werden“.

Insinger nannte stichwortartig die Punkte Störfallbetrieb, Beleuchtung, Lärmmonitoring, Gebietsgliederung, Baustellenimmissionen und Eingrünung. „Insgesamt gesehen ist aus unserer Sicht festzustellen, dass die Verbesserungen den Eindruck machen, als hätte man an manchen Stellen vorher nicht richtig nachgedacht“, gab Insinger zu Protokoll und präzisierte: „Die hier vorliegenden Abwägungsvorschläge werden aus grundsätzlichen Erwägungen von uns so nicht akzeptiert.“ Die Vorschläge in ihrer Gesamtheit seien seitens der Stadt Bückeburg „nicht akzeptiert worden und wir werden es auch in Zukunft nicht tun“. bus

1000 Tonnen schwerer „Baustein“

Unterdessen gehen am Rande des projektierten Hafenareals die Arbeiten für die Errichtung eines Eisenbahnbauwerks voran. Die an der Magdeburger Straße auf freiem Feld entstehende Konstruktion soll am Osterwochenende die alte Unterführung ersetzen, die bislang hauptsächlich als Zufahrt für landwirtschaftliche Fahrzeuge diente. Das mehr als 1000 Tonnen schwere Stahlbetonkonstrukt gilt als wichtiger Baustein des Containerterminals. Es soll über Ostern mithilfe mehrerer Hydraulikpressen an seinen vorgesehenen Standort geschoben werden und den Regioport ans Straßennetz anschließen.  bus

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