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Zwischen Albtraum, Vision und Wirklichkeit

Bückeburg / Adolfinum Zwischen Albtraum, Vision und Wirklichkeit

Jede Zweckgemeinschaft nennt sich heute WG, von wegen Mietvertrag, Nebenkostenanteil, Kündigungsfristen. Hier und da soll sogar schon mal von Studenten der Medizin, BWL oder sogar Theologie aus Osteuropa stammendes Putzpersonal preis(ens)wert beschäftigt werden.

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Den Eltern entkommen, zur Wohngemeinschaft vereint: Die Kommune „Together!“.

Quelle: pr

Bückeburg. Fast vergessen die Zeiten, als es noch um Lebensexperimente ging, um Lebenssinn, Freizügigkeit, das endgültige Ende der Kleinfamilie, Abwaschregeln und einen schönen Schuss Antikapitalismus. Mit seinem viel gespielten Theaterstück „Together! Die Kommune lebt!“ erinnert Lukas Moodyson an die großen Ansprüche und die kleinen Köstlichkeiten, an Extremisten und Spiritisten, Outsider und Insider, Fundamentalisten, bekennende Homosexuelle, langhaarige Cannabisgenießer, blöde Schlampen, Spießer von nebenan und andere Spielverderber.

 Adolfiner aus dem Abschlussjahrgang haben sich des bunten Stoffes unter der Leitung von Jörg Meier angenommen. „Together!“ heißt die Parole, leben ist doch noch mehr als wohnen, WG ist echt irre anstrengend, WG ist (nicht) einfach Alltag, jede Kleinigkeit ist wahnsinnig wichtig. Man weiß – ganz unmathematisch, ganz Hegel und Marx, das Ganze sei mehr als die Summe seiner Teile. Beispielsweise Göran; der nimmt seine Schwester Elisabeth trotz Platzmangels zu sich in die WG auf, mir nichts, dir nichts. Stress mit Mitbewohnern scheint programmiert zu sein, nicht nur wegen des neuen Meditationszimmers. Unerwünschte Kinder sprengen den Rahmen der Gastfreundschaft, es darf diskutiert werden – und ausdiskutiert. Allmählich zeigt sich, dass die Alternativen gar nicht so frei und ungezwungen sind, wie man unter Kommunarden meinte. Ob es zu einem Eklat kommen wird? Treiben Eifersucht, Egoismus und Eitelkeit etwa auch in alternativen Lebensformen ihr Unwesen?

 Die Aufführung des WG-Spektakels „Together! Die Kommune lebt!“ findet am Donnerstag, 22. März, um 19.30 Uhr im Forum des Adolfinums statt. Der Eintritt ist frei.

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