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Zwischen Robotern und Einhörnern

Blindow-Party Zwischen Robotern und Einhörnern

Bückeburg, helau! Während im Rheinland die fünfte Jahreszeit wegen Sturmwarnungen mit stark angezogener Handbremse gefeiert wurde und in einigen Karnevals-Hochburgen angesichts der drohenden Wetter-Unbilden sogar ganz ausfiel, haben sich die heimischen Narren weder von Windstärke zehn noch sonstigen Widrigkeiten beirren lassen.

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Flower-Power: Dieses Trio ist mit seinen Blumentopf-Kostümen ein echter Augenschmaus.

Quelle: jp

Bückeburg (jp). Auf der seit nunmehr vier Jahrzehnten gefeierten Rosenmontags-Party der Bückeburger Blindow-Schulen veranstaltet von den heimischen Licht-, Ton- und Bühnen-Spezialisten B.D.T. Music & Light brachten sie einmal mehr den Rathaussaal zum Kochen und bewiesen damit erneut, dass die von den meisten so ganz und gar nicht karnevalistisch eingeschätzte norddeutsche Provinz eine echte Hochburg des Frohsinns sein kann.

 Die Bückeburger haben darin Übung: Als im Februar 1991, also vor einem Vierteljahrhundert, angesichts des Golfkriegs um das vom Irak besetzte Kuwait in ganz Deutschland die Faschingsveranstaltungen und Umzüge abgesagt wurden, da stemmten sich die Jecken und Narren der ehemaligen Fürstenresidenz genauso gegen den Trend und feierten im Rathaussaal, als gebe es kein Morgen mehr.

 An Phantasie und Kreativität hatte die ausgelassene und exaltierte Gästeschar im Rathaussaal auch diesmal nicht gespart, um möglichst ausgefallen, exotisch und extravagant zu erscheinen. Die entzückendste Perspektive boten dabei sicherlich die fünf Einhörner der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg, bestehend aus Marlene Wies, Janna-Marie Glissmann, Patricia Schneider, Rebecca Güldenring und Dorothea Glindmeyer. Aber auch diverse Engel, Vampire, Hexen, Hippies, Nonnen und Comic-Figuren durften nicht fehlen. Und sogar tanzende Topfblumen waren zu entdecken, nebst einem Kollektiv von Sheriff-Gestalten, denen der (nicht echte und schon gar nicht geladene) Colt vergleichsweise locker im Halfter saß. jp

 Den spektakulärsten Hingucker des Abends bot jedoch Roberto Passarotto: War der 31-jährige Kreativ-Künstler im vergangenen Jahr durch sein imposantes Kostüm eines außerirdischen Monsterwesens ausgefallen, so stellte er das in diesem Jahr mit dem Design eines über zwei Meter großen futuristischen Roboters locker in den Schatten. Darin zu tanzen, sich zu unterhalten oder auch nur einmal zwischendurch ein Bier zu trinken stellte sich zwar als nicht ganz unkompliziert dar, die Bewunderung der anderen Besucher und die uneinholbare Poleposition bei der Kür des besten Kostüms des Abends waren ihm jedoch sicher. Narrensicher, um genau zu sein.

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