Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Zwölf Ausbildungsplätze mehr als im Vorjahr

Gegen den Trend Zwölf Ausbildungsplätze mehr als im Vorjahr

Die Kapazitäten in Ausbildungswerkstätten werden eher reduziert. Anders bei der Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg-Achum, deren Trend zu steigenden Ausbildungszahlen ungebrochen ist, wie die Agentur für Arbeit Hameln mitteilte.

Voriger Artikel
Landeskirchenamt zieht um
Nächster Artikel
Zwei Verletzte auf der B 83

Evelyne Beger, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Hameln, informiert sich bei dem Leiter Luftfahrzeugtechnik, Marcus Steil, und Ausbildungsleiter Reinhold Neitzert über die Berufsausbildungsmöglichkeiten an der Heeresfliegerwaffenschule.

Quelle: pr.

Bückeburg. Bückeburg. 1987 begann die Ausbildung in Bückeburg-Achum im Beruf Fluggerätmechaniker mit sechs Auszubildenden. Ab August 2015 werden jährlich 40 junge Menschen für die dreieinhalbjährige Berufsausbildung zum Fluggerätmechaniker Fachrichtung Instandhaltungstechnik und zum Fluggerätelektroniker bei der Ausbildungswerkstatt der Heeresfliegerwaffenschule eingestellt – zwölf Ausbildungsplätze mehr als noch im Vorjahr.

Der Leiter der Luftfahrzeugtechnik, Marcus Steil, ist stolz auf die Einrichtung: „Unsere Ausbildungswerkstatt ist ein Juwel.“ Davon konnte sich die operative Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Hameln, Evelyne Beger, persönlich überzeugen, die in den vergangenen Wochen zum Thema Ausbildung diverse Betriebe in der Region besuchte. Worauf Steil besonderen Wert legt: „Wir bilden hier keine Soldaten aus, sondern zivile Auszubildende.“

70 Prozent der Auszubildenden kommen von außerhalb der Region aus ganz Deutschland. Räumliche Mobilität ist überhaupt eine Grundvoraussetzung, denn Arbeitsplätze in diesen Berufen gibt es nicht vor der Haustür. Und ab dem 3. Ausbildungsjahr findet die Ausbildung neben der Luftfahrzeugtechnik der Heeresfliegerwaffenschule auch an anderen Standorten wie Faßberg in der Südheide, dem hessischen Fritzlar, dem baden-württembergischen Niederstetten und beim Kooperationspartner, der TUIfly in Langenhagen statt.

Rund 66 Prozent bleiben nach Abschluss der Ausbildung bei der Bundeswehr – als zivile Mitarbeiter oder als Soldat auf Zeit. „Die Bereitschaft, bei der Bundeswehr zu bleiben, ist überhaupt keine Voraussetzung, um als Auszubildender genommen zu werden“, unterstreicht Reinhold Neitzert, der als Ausbildungsleiter die Ausbildungswerkstatt bereits seit ihren Anfängen betreut. Obwohl die Bewerberzahlen noch stimmen, beginnt auch die Heeresfliegerwaffenschule den demografischen Wandel zu spüren. „Wir nehmen jede Möglichkeit wahr, auf uns aufmerksam zu machen.“ Für die Qualität und die guten Rahmenbedingungen der Ausbildung sprächen, dass die Quote der Abbrecher gegen null tendiere, unter den jugendlichen Absolventen oft Landessieger seien und von den bisher 449 Ausgebildeten erst ein Einziger durch die Abschlussprüfung gefallen sei. Steil bringt es auf den Punkt: „Entscheidend sind das Interesse und die Lust, den Beruf zu erlernen. Den Rest kriegt man schon hin.“

Während der „Woche der Ausbildung“ wurden Schwerpunkte für die Außendienstkontakte von Arbeitgeber-Service und Berufsberatung gesetzt. So wurden gezielt Betriebe in wachsenden Branchen aufgesucht, wie zum Beispiel dem Tourismus. Dazu gehören auch Betriebe des Hotel- und Gastgewerbes, bei denen ein hoher Bedarf an Auszubildenden besteht. Das zeigen auch die aktuellen Zahlen: 143 Ausbildungsstellen wurden bisher aus Betrieben der Hotellerie und Gastronomie in den Landkreisen Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden für Ausbildungsbeginn 2015 gemeldet. Dem stehen 47 Jugendliche gegenüber, die sich bei der Ausbildungsstellenvermittlung für Berufe in diesem Bereich angemeldet haben.

„Auf eine offene Ausbildungsstelle gehen oft nur wenige Bewerbungen ein“, bestätigt Kerstin Parno, Inhaberin des Hotels und Restaurants „Zum dicken Heinrich“ in Lüdersfeld. Als Familienbetrieb weiß sie um die Bedeutung eines guten Betriebsklimas für die Mitarbeitergewinnung. Auszubildende suchten Verlässlichkeit und Vereinbarkeit mit der Freizeit, deshalb werde durchaus auf die Bedürfnisse der Jugendlichen eingegangen, so Parno. Das mache sich bezahlt: So kehren ehemalige Azubis und Mitarbeiter nach ihren Wanderjahren gerne wieder in den Ausbildungsbetrieb zurück.

Ein weiterer wichtiger Ansatz ist für Parno, junge Leute von der Vielfalt der Berufe Koch, Restaurantfachmann und Hotelfachmann zu überzeugen. „Besonders gut hat mir die jüngste Aktion der Dehoga gefallen, als mit Schülern verschiedene Gastronomiebetriebe besichtigt wurden.“

Der Lüdersfelder Betrieb engagiere sich auch bei der die Vorstellung der Berufe in Schulen sowie im Rahmen des Zukunftstages. Schnupperpraktika werden ebenfalls angeboten. r

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg