Ahnsen (tw). „Die Auszeichnung ist mit Dank und Respekt vor Deinem Lebenswerk verbunden“, erklärt Hartmann. Denn egal ob Dorfgemeinschaftshaus, Sport-, Bolz- und Spielplatz, Bouleanlage oder Neubaugebiete – nahezu alles im Dorf trage die Handschrift des Ahnser Urgesteins. „Dabei“, lobt der Nachfolger den Vorgänger, „bist Du immer ein Bürgermeister zum Anfassen geblieben.“ Die Ehrenurkunde wird Grabbe am Sonnabend bei einer als privat deklarierten Feier im Landhaus überreicht. Der Bitte Hartmanns – „Dich auch weiterhin noch um Rat fragen zu dürfen“ – will der Ausgezeichnete gerne nachkommen: „Ruft mich an. Dann fühle ich mich nicht so abgestellt“, sagt Grabbe. Ein besonderer Dank des Ehrenbürgermeisters gilt seiner Frau: „Ohne die Unterstützung von dieser Seite hätte ich all das nicht vermocht.“
Zuvor hatte Grabbe eingangs der Auftaktsitzung des Rates einen Bürgervertreter nach dem anderen per Handschlag in die Pflicht genommen: „Das ist meine letzte Amtshandlung als Bürgermeister.“ Sprach’s und nahm in den Zuschauerreihen Platz.
Unter Leitung von Dieter Gutzeit (CDU) formieren sich die Fraktionen. Diejenige der Christdemokraten wird von Carsten Borrmann angeführt; ihn vertritt Robert Pavlista. Bei der SPD führt Wolfgang Faulhaber Regie; ihm steht Volker Wiehe als sein Stellvertreter zur Seite.
Auf einen Verwaltungsausschuss (VA) verzichten beide Fraktionen einvernehmlich.
Als die Wahl des Bürgermeisters auf der Agenda steht, schlägt Faulhaber das parteilose SPD-Fraktionsmitglied Hartmann vor. Die CDU schließt sich erwartungsgemäß an. „Du hast bereits im Vorfeld Kompetenz und Neutralität bewiesen“, gratuliert Gutzeit dem Bürgermeister zum einstimmigen Wahlergebnis. Und ergänzt: „Du trittst zwar in große Fußstapfen, wirst aber sicher Deinen eigenen Weg gehen.“ Grabbe übergibt Hartmann die 50 Jahre alte Ratsglocke sowie die Schlüssel für Büro und Bekanntmachungskasten.
„Die Messlatte liegt sehr hoch. Ich kann Dich nicht ersetzen, verspreche aber offene Kommunikation mit allen Politikern und Bürgern“, entgegnet Hartmann.
Zu seinem ersten und zweiten Stellvertreter wählt der Rat Gutzeit sowie Manfred Winkelhake (SPD). Gegenstimmen erhalten auch sie nicht.
Der Ahnser Gemeindedirektor und seine Vertreterin sitzen künftig in Bad Eilsen – nämlich im Rathaus der Samtgemeinde: Bernd Schönemann und Sandra Schütte. Anders als die Grabbes beschränkt sich die Tätigkeit Hartmanns nämlich auf das Repräsentieren und die Leitung der Zusammenkünfte.
Weil im Ortsparlament zahlreiche neue und junge Abgeordnete sitzen, verzichtet der Rat „zugunsten einer verstärkten interfraktionellen Zusammenarbeit“ (Hartmann) auf die Bildung von Ausschüssen. „Wir machen im Bedarfsfall dann lieber eine Ratssitzung mehr“, so der Bürgermeister.
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