Ahnsen (sig). Auch wenn es während seiner 48-jährigen Zugehörigkeit im Gemeinderat, davon 46 Jahre als Bürgermeister, nicht immer nur Schulterklopfen gab – Heinz Grabbe hat eine vorzeigenswerte kommunalpolitische Lebensleistung hingelegt. In seinem Dienstalter wird es nur wenige geben, die mit einer solchen Bilanz abtreten können.
Die Einwohner wird es freuen, dass er und der scheidende Gemeinderat ihnen zum Abschied noch eine weitere gute Botschaft gemacht haben: Weder die Grundsteuern A und B (je 290 v.H.) noch die Gewerbesteuer (310 v.H.) werden angetastet. Ihre Hebesätze liegen weiterhin unter dem Kreisdurchschnitt.
Keinen Grund für längere Diskussionen boten die Prüfungsergebnisse des Landkreises für die Haushaltsjahre 2009 und 2010. CDU-Fraktionschef Dieter Gutzeit: „Der Bürgermeister hat die Finanzen der Gemeinde hervorragend im Griff und hinterlässt seinem Nachfolger große Fußstapfen.“ Jürgen Schmökel, Fraktionsvorsitzender der SPD: „Dieses Prüfungsergebnis ist sogar noch besser als alle vorher.“
Heinz Grabbe erinnerte daran, dass die stattlichen Rücklagen in erster Linie einem Zweck dienen – der Deckung der Kosten, die der Gemeinde beim weiteren Ausbau der Ortsdurchfahrt entstehen.
Einstimmig beschloss der Gemeinderat, der Eigentümerin der Ahnser Mühle zu den erheblichen Sanierungskosten, die für das denkmalgeschützte Gebäude entstanden sind, einen Zuschuss in Höhe von 1800 Euro zu gewähren. Die doppelte Summe hat der Landkreis übernommen. Die Gesamtkosten lagen im sechsstelligen Bereich.
Am Schluss der letzten Sitzung, die der noch bis 23. November amtierende Bürgermeister in voller Länge geleitet hat, nahm Grabbe die Verabschiedung von mehreren ausscheidenden Ratsmitgliedern vor.
Dazu gehörten: Manfred Bamberg (SPD), der dem Rat 15 Jahre angehörte und eine Wahlperiode stellvertretender Bürgermeister sowie Verwaltungsvertreter des Bürgermeisters war.
Jürgen Schmökel (SPD), 20 Jahre Ratsmitglied, in der gesamten Zeit Vorsitzender der SPD-Fraktion und zuletzt fünf Jahre Verwaltungsvertreter des Bürgermeisters.
Ralf Zuschlag (CDU), zehn Jahre Ratsmitglied und eine Wahlperiode stellvertretender Bürgermeister.
Kristina Landfester (SPD), seit fünf Jahren im Rat und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion.
Nachträglich geehrt werden soll noch Helmut Winkelhake (SPD), der dem Rat seit 30 Jahren angehörte, vier Jahre lang stellvertretender Bürgermeister war und diesmal wegen Erkrankung fehlte. Er erhält noch eine Ehrung des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, wie sie Jürgen Schmökel für seine 20-jährige Amtszeit vom Samtgemeindebürgermeister Bernd Schönemann überreicht bekam.
Grabbe dankte den auf eigenen Wunsch ausscheidenden Ratsmitgliedern und bestätigte ihnen, dass sie mit Geduld, Ausdauer und Hartnäckigkeit bemüht gewesen seien, die besten Entscheidungen für die Bürger zu treffen. Es gab Ehrenurkunden, Blumen und ein Präsent.
Die offizielle Verabschiedung des Bürgermeisters erfolgt in der konstituierenden Sitzung des neuen Rates am Mittwoch, 23. November, in der Klaus Hartmann (SPD) zum Nachfolger gewählt werden und Bernd Schönemann die Funktion des Gemeindedirektors übernehmen soll.
SN-Online.de Anmeldung
