Bad Eilsen (sig). Es ist nicht einfach, ihre Grenzen abzustecken, weil sie immer wieder zu neuen Ufern aufbricht. Einen Eindruck davon vermitteln schon die Namen ihrer Exponate: Meerestiefen, Elemente, Energie, Weitblick, Harmonie, Aufbruch, Steine, Landschaft, Tanzende Welle, Exotischer Traum und mehr.
Der Betrachter kommt aus dem Staunen nicht heraus. Zunächst glaubt man, Giese bevorzuge die abstrakte Darstellung, um Gefühle und Gedanken auszudrücken. Einige Meter weiter sieht man dann das beeindruckende Antlitz einer blonden Schönheit, die nicht enden wollende gertenschlanke Figur einer jungen Frau und ein sehr naturalistisches Küstenmotiv.
Und dazu gibt es ein Bild mit dem Titel „Pamplona, einer geht“, an dem sie ein halbes Jahr gearbeitet hat, wie sie der Redaktion versicherte. Da geht es um eine Ansammlung von Menschen, die sie erst mit einem feinen Filzstift gründlich vorgezeichnet hat. In den nächsten Schritten setzte sie verschiedene Techniken ein, bis das Endergebnis ihren Vorstellungen entsprach.
Die Vielfalt der Techniken, an die sich Giese heranwagt und die sie auch kombiniert, lässt den Betrachter erstaunen. Neben Farben setzt die Malerin andere Mittel zum Gestalten ihrer Motive ein – vom Stoff bis zur Eierschale. Wer die Ergebnisse anschaut, glaubt nicht, dass Giese als Beruf Großhandelskauffrau gelernt hat und zur Malerei nur als Autodidaktin gekommen ist. Inzwischen werden ihre Bilder größer, die Farben kräftiger. Giese: „Wer sie anschaut, soll die Energie spüren, die von ihnen ausgeht.“
Auch die Bildhauerin Silvia Withöft-Foremny aus Hannover-Laatzen hat sich nach dem Studium einem anderen Metier zugewandt: Sie arbeitete bis 2007 als diplomierte Verkehrsingenieurin in Hannover. Eine Freundin hatte sie drei Jahre vorher überredet, an einem Seminar für Steinbildhauerei teilzunehmen. In der Folgezeit war die Hannoveranerin oft in der Bauhütte von Arthur Friske im Steinberger „Steinzeichen“.
Nach weiteren Kursen arbeitete Silvia Withöft-Foremney bereits nebenberuflich als Bildhauerin und gründete mit anderen 2008 den Verein „Steingarten an der Paschenburg e.V.“ mit Sitz in Rinteln. Inzwischen hat die nun hauptamtlich tätige Künstlerin eine eigene Werkstatt mit Galerie.
Sie sagt über sich selbst: „Arbeiten am Stein fasziniert mich durch neu entstehende Formen, glatte Flächen, scharfe Kanten und fordert heraus durch die harte Tatsache „was ab ist, ist ab“. Meine Skulpturen sind handgeschlagene signierte Unikate, zumeist erstellt aus Bruchstücken des Thüster Kalksteins.“ Die Aufforderung einer ihrer Skulpturen: „Fühl mich!“
Für die Musik hatte Laudatorin Kerstin Henke das Geschwisterduo Felix und Antonia Lakomek (Minden) verpflichtet. Die jungen Jazzer liefen zu großer Form auf.
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