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Buchholz / Knippweg

Wo sich Politiker die Hände schmutzig machen


Wer hätte das gedacht: Erst haben die Wählergemeinschaft in Buchholz (WiB) und die SPD des Ortes über Monate erbittert um die Art und Weise gestritten, wie der das Unter- mit dem Oberdorf verbindende Knippweg ausgebaut werden soll. Inzwischen ist dieser Streit nicht nur beigelegt worden – die Politiker beider Fraktionen wollen den Ausbau nun sogar wie weiland beim Waldweg gemeinsam Schulter an Schulter gestalten und sich für die gute Sache die Hände schmutzig machen.

Soll im Oktober in Eigenleistung ausgekoffert und geschottert werden: Der Knippweg, der Unter- und Oberdorf komfortabler als bisher verbinden soll.

© tw

Buchholz (tw). Einstimmig beschlossen hat das das „Ortsparlament“ unter Regie von Bürgermeister Hartmut Krause bei seiner Zusammenkunft im Gemeinschaftshaus. Gegenüber dem „Ausbau in Eigenleistung“ stand als Alternative „Ausbau durch eine Fachfirma“ zur Diskussion. Letzteres wäre die Gemeinde allerdings teurer gekommen als die 3000 Euro, die dafür laut Krause im Etat bereitstehen.
„Wenn die Eigentümer des Weges dem Ausbau zustimmen und die Firma Ulrich Völkel, deren Bagger wir unbedingt brauchen, dabei ist – dann sind wir fürs Selbermachen“, erklärt Wolfgang Witt. Der WiB-Fraktionssprecher: „Das Ganze ließe sich dann an einem einzigen Samstag über die Bühne bringen.“ Dieser Ansicht ist auch die SPD: „Allerdings sollten wir die Bürger von Buchholz in einem Brief oder aber über die Tageszeitung um Mithilfe bitten“, regt Klaus Kappmeier, Fraktionschef der Genossen, an.

Wie berichtet, hatte der Ortsrat bereits Mitte Mai gegen die Stimme von Frank Rinne (SPD) entschieden, den zuvor ausgekofferten Weg in geschotterter Bauweise anzulegen und ihn nicht zu betonieren. Letztgenanntes hatten bis dahin die Genossen, die auch die ursprüngliche Idee zum Ausbau hatten und ihn im Gemeinderat beantragten, geschlossen favorisiert.

Indes: „Der Grasweg kann geschottert werden, ohne dass dafür Ausgleichsflächen ausgewiesen werden müssen“, hatte Krause im Vorfeld des Mai-Votums für die von der WiB präferierte Variante geworben. Der Bürgermeister, der sich zuvor mit einem Repräsentanten der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Schaumburg kurzgeschlossen hatte: „Eine Ausführung in Beton oder Asphalt müsste von uns dagegen begründet werden. Doch selbst wenn ein solcher Ausbau genehmigt würde, müssten wir für die Flurstücke, die durch den Beton versiegelt werden, Ausgleichsflächen anlegen.“ Das sei vom Aufwand her „eine ganz andere Hausnummer“, machte der Bürgermeister unmissverständlich klar. Dagegen gilt das beschlossene Schottern – noch dazu in Eigenleistung – als die denkbar günstigste Alternative.

Krause auf Anfrage zum Zeitplan : „Wir wollen loslegen, sobald die Verträge mit den Eigentümern unterzeichnet sind.“ Konkret rechnet der Bürgermeister mit einem Ausbau nach den Herbstferien, also Ende Oktober. Benötigt würden zwischen sechs und zehn freiwillige Helfer.

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