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Heeßen / Photovoltaik

Kollektoren liefern ab Mitte November Strom


Die Montage der Fotovoltaikanlage auf der Wiese hinter der Shell-Tankstelle in Klein Eilsen/Heeßen (wir berichteten) geht mit Riesenschritten dem Ende entgegen. „Ab Mitte November werden wir dort auf 9000 Quadratmetern Modulfläche Solarstrom produzieren“, berichtet der Investor auf Nachfrage; er will namentlich nicht in Erscheinung treten, ist der Redaktion aber bekannt. Mit einem Investitionsvolumen von 2,5 Millionen Euro gehört der Standort Heeßen zu den kleineren des Diplom-Ökonomen, der ähnliche Anlagen auch in Stadthagen, Sachsenhagen, Rehren – und sogar bei Dresden betreibt. „Im nächsten Jahr“, sagt er, „kommen im Landkreis Schaumburg noch drei weitere Standorte dazu.“ Obwohl die Luft durch die weiter sinkende Einspeisevergütung immer dünner werde…

Arbeiter montieren die Fotovoltaikmodule. Gemeindedirektor Bernd Schönemann macht sich auf der Solarbaustelle Notizen.

© tw

Heeßen (tw). Die Fotovoltaikanlage, die in Heeßen installiert wird, soll im Jahr bis zu 1,2 Megawatt Strom erzeugen und über ein bei der Firma „Kess Isolierklinker“ verlaufendes Kabel Strom ins e.on-Netz einspeisen. Nach Angaben des Ökonomen entsprechen die 1,2 Megawatt in etwa dem, was 350 Zweifamilienhäuser im Schnitt in zwölf Monaten verbrauchen. Erzeugt wird dieser Strom mithilfe von Modulen der Aleo Solar AG, die ihren Sitz in Oldenburg hat; zunächst war diese Aufgabe der Firma Sovello (Bitterfeld-Wolfen) zugedacht gewesen. Als Betreiber der Anlage soll eine „WB Solarstrom Heeßen“ fungieren.

Für Heeßens Gemeindedirektor Bernd Schönemann bedeutet das Investment einen Glücksgriff: „Der Betrieb stinkt nicht; er macht keinen Lärm; es gibt keinen Lieferverkehr mit An- und Abfahrten – und die Wiesenstraße wird nicht mehr durch Trecker verschmutzt“, zählt er die Vorteile auf. Last, but not least zahle der Investor seine Gewerbesteuer im Ort. All’ das überzeugt auch den Gemeinderat, der das Projekt fraktionsübergreifend und einstimmig gebilligt hatte.

Diebe, die es auf die Fotovoltaikmodule abgesehen haben, brauchen sich keine Chancen auszurechnen – die Klein Eilser Anlage gleicht einem Hochsicherheitstrakt. „Die Module werden mit ,Abreißschrauben‘ befestigt, die sich mit Werkzeugen wie Schraubendreher und -schlüssel nicht lösen lassen“, berichtet der Investor. Tatsächlich dürften Kriminelle nicht mal in die Nähe der Module gelangen. Denn die Anlage wird durch einen 1,80 Meter hohen verzinkten metallenen Elektrozaun mit Übersteigschutz gesichert. „Berührt jemand die Drähte, wird bei einem Sicherheitsdienst Alarm ausgelöst“, so der Ökonom. Binnen Minuten sei dann ein Mitarbeiter vor Ort.
4 Übrigens: Aktuell sucht der Investor noch einen Schäfer, der die 38 000 Quadratmeter große Wiese mit zehn bis 20 tierischen Rasenmähern kurz halten soll; besagter Schäfer soll dafür einen Schlüssel zur Anlage erhalten. „Geld“, sagt der Ökonom, „möchte ich dafür nicht haben“. Das sei eine Sache auf Gegenseitigkeit. Wer als Schäfer Interesse an der Gratisweide hat, kann sich ab sofort im Rathaus der Samtgemeinde, melden: Tel. (0 57 22) 88 60. Das Rathaus vermittelt den Kontakt.

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