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Luhden/Bückeburg

Weil Training mit dem Hockeystock nicht reicht ...


Schöner Extrabonbon für die Cracks des Bückeburger Hockey-Clubs (BHC): „Nach unserem jüngsten Freundschaftsturnier in der Kreissporthalle, bei dem unsere C-Jungs einen prima dritten und vierten Platz belegten, wollten wir sie jetzt mit einem außergewöhnlichen Konditionstraining belohnen – und für die nächsten Turniere fit machen“, berichtet BHC-Trainerin Susanne Rothweiler.

„Wir sind ein Team“: Cracks des Bückeburger Hockey-Clubs (BHC) vor und beim Erklimmen der Kletterwand im Ramba Zamba Schaumburg. Recht im Bild ihre Trainer Bert Krebs und Susanne Rothweiler.

© tw

Luhden/Bückeburg (tw). Sprach’s – und gab dem ersten der 13 Spieler im Alter zwischen acht und zehn Jahren das Startsignal zum Erklimmen der Kletterwand im „Ramba Zamba Schaumburg“.

Der im Jahre 2002 gegründete Club verfügt über zehn Mannschaften, von denen sieben am offiziellen Punktspielbetrieb des Niedersächsischen- und Bremer Hockey Verbandes während der Hallensaison von November bis März teilnehmen.

Ein 2000 Quadratmeter großer Indoor-Spielpark respektive eine Kinderspielwelt als Austragungsort für ein 90-minütiges knallhartes Training? „Aber sicher“, sagt Rothweiler, die mit der Stoppuhr in der Hand verfolgte, wie die BHCler in wenigstens zwei Durchgängen den Bewegungsparcour am Luhdener Hainekamp absolvierten. Egal ob Kletterwand oder Strecksprünge auf den Trampolins: „Die zweite Zeit ist in der Regel besser als die Erste“, freut sich die Trainerin über den Erfolg ihrer Zöglinge. Gefordert waren im einen wie im anderen Fall Dinge wie Gewandtheit, Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer und am Ende auch eine gute Portion Gemeinschaftssinn.

„Dass wir uns für das Ramba Zamba Schaumburg als Sportstätte der etwas anderen Art entschieden haben, liegt daran, dass insbesondere im C- und D-Bereich Hockeyspielen alleine heute nicht mehr ausreicht, um erfolgreich zu sein“, weiß auch Rothweilers Trainer-Kollege Bert Krebs. Beide verweisen in diesem Zusammenhang auf eine aktuelle Richtlinie des Niedersächsischen Hockeyverbands (NHV). Darin heißt es: „Eine deutliche Tendenz im (Hockey-)Sport ist der immer frühere Beginn eines systematischen, sportartspezifischen Trainingsprozesses und damit eine zu frühzeitige Spezialisierung der Kinder.“

Manchmal würden Organisationsformen und -Strukturen des Erwachsenentrainings einfach auf den Trainingsbetrieb der Sechs- bis Zehnjährigen übertragen. Eine weitere Folge sei der Wunsch von Eltern, Vereinsfunktionären und selbst Trainern, den Hockeywettkampf allein auf die Hockeywiese zu beschränken.
Eine so einseitige Ausrichtung führe bei einigen Kindern zwar gelegentlich zu einem hockeytechnischen Vorsprung oder sogar einer Siegesserie bei den Spielen. „In späteren Jahren“, so der NRV, „sind sie jedoch nicht selten sowohl körperlich als auch geistig überfordert – und zum Teil schon sehr anfällig für Verletzungen“; Motivationsprobleme täten dann oft ein Übriges, dass diese frühen Erfolge nicht bis ins Höchstalter konserviert oder sogar ausgebaut werden könnten.

„Daher ist es wichtig“, weiß Rothweiler, „dass die Trainingsinhalte und des Wettkampfsystems im C- und D-Bereich kind- und damit entwicklungsgerecht gestaltet werden“.

Dass die jungen Bückeburger Cracks ihr Konditionstraining in einer so großen Zahl im Ramba Zamba Schaumburg absolvieren konnten, liegt nicht zuletzt an Geschäftsführer Sven Nottmeyer. Weil sein Sohn Mitglied des Vereins ist, bekam der Club den Extrabonbon gratis.

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