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Eilsen/Luhden

Der „Igel“ stellt die Stacheln auf

Ein neuer „Igel“ wird demnächst das Geschehen in der Samtgemeinde Eilsen intensiv beobachten und seine Stacheln aufstellen, um auf Ungerechtigkeiten respektive Missstände aufmerksam zu machen. Hinter dem Wort „Igel“ steckt ein neuer Verein, dessen erste Versammlung für den 16. März geplant ist. Dieser Zusammenschluss bekommt den Namen „Interessengemeinschaft (IG) zur Förderung und Erhaltung der Lebensqualität in der Samtgemeinde Eilsen“.

Viel Arbeit kostet die Vorbereitung einer Vereinsgründung, denn es müssen nicht nur eine Satzung erarbeitet, sondern auch Termine koordiniert werden. möh

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Eilsen/Luhden. Die Gemeinschaft hat sich aus dem Protest heraus gebildet, dass in Heeßen ein Autohof gebaut werden sollte. Aufgrund dessen, so steht es in der Präambel der Satzung des neuen Vereins, sei es notwendig geworden, so die Initiatoren des Vereins, dass sich Bürger aus der Samtgemeinde zusammengefunden haben, um den Autohof auf politischem Wege zu verhindern.
Mit Erfolg, wie sich gezeigt hat. Der neue Verein sieht sich nicht als außerparlamentarische Opposition oder neue politische Bewegung, sondern möchte mit allen Parteien und Verwaltungen in der Samtgemeinde konstruktiv und ohne Vorbehalte zusammenarbeiten.
Im Nachhinein sind die Mitglieder der damals lockeren Interessengemeinschaft (IG) unter dem Leitungsteam Jörg Nottmeier, Paul Mühe senior und Rainer Wolff sehr zufrieden, den Autohof ohne Mithilfe der Gerichte, sondern allein mit Bürgerprotest verhindert zu haben. Und das in einer Zeit von knapp vier Wochen, wie die Gegner stolz verkünden. Aber viele Mitarbeiter hätten auch „rund um die Uhr malocht“ und alles aktiviert, was eben möglich gewesen sei. So berichtete der NDR sogar zweimal über die Arbeit der Interessengemeinschaft. Als der Samtgemeinderat dann auf Antrag des Gemeinderats Heeßen die Änderung des Flächennutzungsplans von seiner Tagesordnung nahm, war der Autohof vom Tisch. Damals hieß es, die IG könne es sich jetzt sparen, einen Verein zu gründen.
„Nein“, verkündeten bereits damals die Verantwortlichen, setzten sich an einen Tisch und bereiteten die Vereinsgründung vor. Viel Arbeit wiederum erforderte es, eine Satzung für den Verein zu schreiben. Paul Mühe und Rainer Wolff: „Auch wenn es so aussieht, dass der Autohof endgültig ,gestorben‘ ist, müssen und wollen wir weiterhin darauf achten, dass nicht ein ähnliches Projekt in der Samtgemeinde verwirklicht wird.“
„Igel“ macht es sich zur Aufgabe, den Umwelt-, Landschafts- und Denkmalschutz sowie den Heimatgedanken zu fördern. Dazu gehört auch, den Artenschutz zu beachten, den Wohn- und Erholungswert zu bewahren sowie zu verhindern, dass die schöne heimische Naturlandschaft von unverhältnismäßiger Bebauung und Versiegelung durch technische und gewerbliche Bauwerke verschandelt wird. Geplant sind zwei bis drei öffentliche Veranstaltungen wie Bildungs- und Informationstreffen zu Aspekten des Umwelt-, Landschafts- und Denkmalsschutzes. Ferner könnte sich „Igel“ nach Mitteilung der Verantwortlichen auch an der Aktion „Saubere Landschaft“ beteiligen. Der Verein soll ins Vereinsregister eingetragen werden, damit er den Zusatz e. V. führen und auch Spendenquittungen ausstellen darf.
Gründungsmitglieder des Vereins „Igel“ sind Paul Mühe senior, Jörg Nottmeyer, Jürgen Eschenbach, Björn Metzner, Isabel Mühe, Jörn Bielinski und Jürgen Kreie. Von diesen Gründern hat sich Paul Mühe senior bereit erklärt, für die erste Legislaturperiode (zwei Jahre) den Vorsitz der Vereinigung zu übernehmen. Während der Versammlung am 16. März um 20 Uhr im Saal der Gaststätte Thies soll dann ein kompletter Vorstand gewählt werden. Laut Satzung besteht der Vorstand aus Vorsitzendem, dessem Stellvertreter, Geschäftsführer und Kassierer. Komplettiert wird das Führungsgremium mit einem Beirat, in dem bis zu fünf Beisitzer bestimmt werden können.
Wahlberechtigt sind nur „Igel“-Mitglieder. So hoffen die Verantwortlichen darauf, dass am kommenden Dienstag, 16. März, möglichst viele Interessenten sich mit den Zielen verbunden fühlen und dem Verein beitreten. Schließlich meinen die „Igel“-Gründer: „Wir wollen etwas bewegen.“ möh


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