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Eilsen / Parteien

Was der Wähler von der SPD erwarten darf


Mit dem Schlagwort der „sozialen Samtgemeinde Eilsen“ tritt die SPD zur Kommunalwahl an. Oberster Maßstab der Politik soll das nicht nur im Samtgemeinderat sein, sondern auch in den einzelnen Gemeinden.

Auf der (Kommando-)Brücke: Harald Bokeloh (von links), Bernd Gliese, Robert Martin, Christel Bergmann, Klaus Hartmann und Kai Alack. © pr.

Eilsen (kk). Ahnsen: Völlig neu gemischt werden die Karten in Ahnsen: Mit Klaus Hartmann, Manfred Winkelhake und Volker Wiehe treten nur noch drei der acht SPD-Ratsmitglieder am 11. September wieder an. Die Zeit nach Heinz Grabbe birgt auch für die SPD Unbekannte. „Sehr viel hängt von der Wahlbeteiligung ab,“ weiß Eilsens SPD-Chef Kai Alack und spielt auf die Querelen um den Klinikbau am Ortsrand an. Bleiben viele Wähler aus Protest gegen die Haltung des alten Rates zu Hause?

Die SPD-Ziele sind klar: Mehrheit im Gemeinderat, Bürgermeister Klaus Hartmann. Dieser führt vor Wolfgang Faulhaber die Liste der Sozialdemokraten an. Die wollen in den nächsten Wochen intensiv den Kontakt zur Bevölkerung suchen und um Vertrauen nach der Abtretung der Bauleitplanung für die Klinik-Zuwegung an den Landkreis werben. Nicht mehr für den Gemeinderat kandidiert übrigens Jürgen Schmökel, der immer gegen den Klinik-Standort eingetreten war. Schmökel bewirbt sich aber für die SPD wieder um einen Sitz im Samtgemeinderat. Der Buchholzer Genosse Robert Martin wertet dies als Zeichen politischer Toleranz innerhalb der Partei: „Es gibt keinen Fraktionszwang, wir leisten uns eigene Meinungen“.

Bad Eilsen: Christel Bergmann möchte Bürgermeisterin bleiben und die Mehrheit im Rat mit ihrem Team erringen. Zur Erinnerung: Bergmann wurde erst nach dem Rückzug von Ex-Bürgermeister Horst Rinne und Thomas Schütte aus der CDU-Fraktion zur Bürgermeisterin gewählt. „Ich habe seither viel Zeit und Herzblut in die Arbeit investiert“, erklärt Bergmann. Sie sei zuversichtlich, dass dies von den Wählern honoriert werde. Wichtigste Ziele seien die Weiterentwicklung des Kurortes (Heilbad-Anerkennung), die Umgestaltung der Ortsmitte und die Attraktivitätssteigerung der Tourismusangebote. Bergmann führt die Bad Eilser SPD-Liste vor Manfred Kühn an.

Buchholz: Bescheidener fallen die Ziele der Buchholzer Genossen aus. „Wir wollen unsere drei Sitze im Gemeinderat halten, möglichst einen dazu gewinnen,“ erläutert Robert Martin. Er tritt hinter Klaus Kappmeier auf Platz zwei der Liste an. Mit der Mehrheitsfraktion der Wählergemeinschaft in Buchholz (WiB) geht er kritisch ins Gericht: „Die haben einen guten Bürgermeister, aber der hat ein schlechtes Beraterteam“, sagt er mit Blick auf Hartmut Krause. Martin weist aber auch darauf hin, dass viele Beschlüsse im Rat für die Dorfgemeinschaft im guten Einvernehmen getroffen wurden. Nur für die Verteilung von Wohltaten nach dem Gießkannenprinzip ohne soziale Komponente sei die SPD nicht zu haben. Von der WiB wünscht er sich mehr Kompromissbereitschaft.

Heeßen: „Ein Platz mehr im Rat wäre schön“, gibt auch Spitzenkandidat Harald Bokeloh für Heeßen aus. Viel hänge hier aber vom Abschneiden der Grünen und des Einzelbewerbers Gerd Hasse ab. Realistische Politik in Heeßen müsse sich auch in Zukunft an den eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten orientieren. Bokeloh: „Wir sind im Vergleich zu anderen Gemeinden bitterarm.“ Wichtigste Ziele: die Entschärfung der Verkehrssituation im Bereich Hauptstraße und Im Wiesengrund und die Verringerung der Hochwassergefahr. In Heeßen führt Bokeloh die SPD-Liste an, gefolgt von Gabriele Walz.

Luhden: Spitzenkandidat in Luhden ist Bernd Gliese, auf Platz zwei folgt Anke Völkening. Ähnlich wie in Ahnsen wird es in Luhden viele neue Gesichter im Rat geben, da zahlreiche bisherige Ratsmitglieder nicht mehr kandidieren. Entsprechend schwierig sei eine Prognose zum Wahlausgang, so Gliese: „Das wird spannend!“
Für die SPD ist die Ausgangslage nicht optimal: Ihr bisheriges Fraktionsmitglied Hartmut Büscher hat sein Parteibuch abgegeben, tritt als Einzelbewerber an. Zunächst wollte er gar nicht kandidieren, dann gab es Unstimmigkeiten um den ursprünglich vorgesehenen Spitzenkandidaten Frank Struckmeier. Weil dieser nach Ahnsen umzieht, durfte er nicht mehr in Luhden kandieren.

Nachhaltigkeit, Umwelt und Verkehr stehen in Luhden ganz oben auf der SPD-Agenda. Dazu gehört Energieeinsparung im öffentlichen Bereich. Die Wohngebiete sollen durch eine Lockerung der Bauauflagen attraktiver werden, die Gewerbeansiedlung vorangetrieben werden.

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