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4100 Euro weniger pro Jahr

Straßenbeleuchtung 4100 Euro weniger pro Jahr

Rund 16.500 Kilowattstunden Strom könnte die Gemeinde Ahnsen pro Jahr einsparen, wenn sie die insgesamt 96 konventionellen Straßenlaternen im Ort mit energiesparenden LED-Leuchten ausrüstet. Ausgehend von den derzeitigen Strompreisen würde dies eine Einsparung in Höhe von etwa 4100 Euro bedeuten.

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Als Mitarbeiter der Westfalen Weser Netz GmbH erläuterte Frank Rottmann (rechts) bei der Ausschusssitzung, welche Vorteile es bringt, die Ahnser Straßenbeleuchtung komplett auf LED-Technik umzurüsten.

Quelle: wk

Ahnsen. Das brächte zugleich eine Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen um 9,7 Tonnen pro Jahr mit sich.

Diese Perspektive präsentierte Frank Rottmann, Mitarbeiter der in Paderborn ansässigen Westfalen Weser Netz GmbH, bei der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Gemeinde Ahnsen. In seinem Vortrag führte der Energieexperte weiter aus, dass in Ahnsen bereits zwölf Straßenlaternen mit LED-Leuchten installiert sind, während 38 Laternen mit Natriumdampf-Hochdrucklampen und 58 Laternen mit Leuchtstofflampen ausgerüstet sind. Basierend auf diesen unterm Strich 108 „Lichtpunkten“ hatte er – zum Vergleich – für das Jahr 2015 einen Gesamtstromverbrauch in einer Größenordnung von 23.825 Kilowattstunden ermittelt.

Umrüstung würde auch der Umwelt nutzen

Der von Rottmann ausgearbeitete Sanierungsvorschlag sah so aus, dass die Gemeinde die 36 Watt starken Leuchtstofflampen in den „Langfeldleuchten“ gegen LED-Leuchten mit einer Leistung von 21 Watt tauschen sollte, die dann täglich in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr automatisch um etwa 50 Prozent in ihrer Leistung reduziert werden könnten.

Ähnlich könnte mit den 50 Watt starken Natriumdampf-Hochdrucklampen verfahren werden, die in 29 „Koffer-Kugelleuchten“ eingebaut sind; ebenso mit den neun „Kofferleuchten“, die jeweils drei Lampenköpfe mit Natriumdampf-Hochdrucklampen à 70 Watt haben. Dabei würden die Natriumdampf-Hochdrucklampen allerdings (abhängig vom Laternentyp) durch 18-Watt- respektive 36-Watt-LED-Leuchten ersetzt.

Exakt 45.859 Euro müsste die Gemeinde Ahnsen dafür investieren, könnte dafür aber auch einen 20-prozentigen Förderzuschuss (9172 Euro) beim Bundesministerium für Umweltschutz und Reaktorsicherheit beantragen, so Rottmann.

Fein- und Grobschutz extra

Um die Straßenlaternen vor Überspannungsschäden infolge Blitzschlages zu schützen, empfahl Rottmann, zusätzlich noch in jeden der 108 Lampenmasten einen sogenannten „Fein-Schutz“ (circa 93 Euro pro Stück) einzubauen. Zudem sollte in die vorhandene Schaltanlage („Versorgung der Beleuchtung“) ein „Grob-Schutz“ eingebaut werden, für den etwa 530 Euro zu veranschlagen seien. In Summe würde der Überspannungsschutz also mit gut 10.600 Euro zu Buche schlagen.

Ergänzend zeigte Frank Rottmann noch auf, was es die Gemeinde kosten würde, wenn am Birkenweg und am Rosenweg jeweils zwei Laternen mit LED-Beleuchtung sowie auf dem Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus eine Laterne mit LED-Beleuchtung neu installiert werden würden. Demnach sind dafür – die Kosten für die Verlegung eines rund 90 Meter langen Erdkabels im Rosenweg eingerechnet – Gesamtkosten in Höhe von 14.700 Euro einzuplanen.

Nach diesem Vortrag beschloss der Bau- und Umweltausschuss die an den Rat der Gemeinde Ahnsen gerichtete Empfehlung, dass der Ortsrat im 2017er Haushalt entsprechende finanzielle Mittel für die von der Westfalen Weser Netz GmbH vorgeschlagenen Maßnahmen bereitstellen soll. wk

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