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Ahnsen Ausflug in die Tiefe
Schaumburg Eilsen Ahnsen Ausflug in die Tiefe
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20:51 01.06.2018
BAD EILSEN/AHNSEN

Verwirklicht der neue Inhaber des ehemaligen Kohlebergwerkes und beruflich als Reviersteiger im Steinkohlebergbau tätige Lintforter mit seinem Projekt doch eine Idee, die dem Vorstand des Vereins ebenfalls schon im Kopf herumgeschwirrt ist.

Früher habe man mal „vorsichtig angedacht“, ob man die Gemeinde Bad Eilsen vielleicht dazu bringen könne, einen Verein zu gründen, der den Harrlstollen wieder herrichtet, sagt Friedrich Winkelhake, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins Eilsen. Als Vorbild nennt er den Heimat- und Museumsverein Lauenau und Umgebung, der den Feggendorfer Stolln instandgesetzt hat und diesen ehrenamtlich als Lehr- und Besucherbergwerk betreibt. Doch die jetzige Variante ist natürlich „viel, viel besser“, findet Winkelhake, da Schmidt bereits bei mehreren anderen Projekten solcher Art mitgewirkt hat und somit über die entsprechende Erfahrung verfügt. Ergo ist man „begeistert“ von dem Vorhaben.

Und weil das so ist, unterstützt der Heimat- und Kulturverein Eilsen den 30-jährigen Harrlstollen-Inhaber mit Informationen über beispielsweise die besondere Historie der Anlage sowie mit Ideen, die die Vermarktung des späteren Besucherbergwerkes betreffen. Für den Kurort Bad Eilsen und Ahnsen könnte das geplante Besucherbergwerk Harrlstollen, das laut Schmidt voraussichtlich in zwei Jahren an den Start gehen soll, nämlich zu einem Besuchermagnet werden, meint Dieter Gutzeit, Vize-Vorsitzender des Vereins. Vor allem wegen des Flugzeugherstellers Focke-Wulf, der in der Untertage-Anlage während des Zweiten Weltkrieges eine Lichtpauserei betrieben und Flugzeugmodelle gebaut hat. Dieser geschichtliche Aspekt, betont Gutzeit, sei nämlich ein „Alleinstellungsmerkmal“ des Harrlstollen.

Ergänzungen für die Schautafeln

In Ergänzung zu Schmidts Besucherbergwerk würde der Heimat- und Kulturverein Eilsen gerne in einem der Säle des Bad Eilser Palais im Park (PiP) eine Dauerausstellung installieren, die sich mit dem Flugzeughersteller Focke-Wulf befasst – bestehend aus Informationstafeln, alten Fotografien und nicht zuletzt Flugzeugmodellen. „Das ist eine Notwendigkeit, um das Thema richtig zu vermarkten“, ist sich Winkelhake sicher. Zumal die Luftfahrt eine Materie sei, die viele Menschen interessiere.

Darüber hinaus sollten die im Kurpark stehenden Schautafeln, die die Besucher über das „historische Bad Eilsen“ informieren, um Schautafeln zu den Themen Focke-Wulf und Harrlstollen ergänzt werden, empfiehlt der Vereinsvorsitzende. Und um auf das (geplante) Besucherbergwerk hinzuweisen, wäre die Aufstellung eines mit Steinkohle gefüllten, alten Förderkübels werbewirksam, sagt Gutzeit. Den Förderkübel sowie die Kohle habe Schmidt bereits und würde beides auch zur Verfügung stellen. Lediglich ein geeigneter Standort werde noch gesucht. wk