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Besser für die Rasenqualität

Sportplatz Ahnsen Besser für die Rasenqualität

Auf der Suche nach Einsparungen für die Gemeinde Ahnsen, hat die SPD-Ratsfraktion die Pflege der örtlichen Grünflächen als Thema entdeckt, insbesondere die des Sportplatzes. So forderte Wolfgang Faulhaber bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses die Aufstellung eines Grünflächenkatasters.

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Das ist hier die Frage: Sportplatzpflege mittels Aufsitzmäher oder Mähroboter?

Quelle: wk

Ahnsen. Dies soll Auskunft darüber geben, in welchem Turnus die gemeindeeigenen Grünflächen gepflegt werden, wie dies geschieht und vor allem, was dies im Einzelnen kostet.

In diesem Kontext monierte Faulhaber, dass der für das Mähen des Sportplatzes verwendete Aufsitzrasenmäher erst vor Kurzem wieder auf der durch Niederschläge aufgeweichten Rasenfläche Radspuren hinterlassen habe. Daher schlug er vor, darüber nachzudenken, ob der Sportplatz bei Regenwetter tatsächlich gemäht werden sollte und ob, wenn das Mähen witterungsbedingt ausgesetzt wird, deswegen nicht auch mal Fußballspiele abgesagt werden können. „Das kommt ja auch in der Bundesliga vor“, betonte er.

„Wie soll das praktikabel laufen?“, wandte Gemeindedirektor Bernd Schönemann ein. Woraufhin Faulhaber erklärte, dass, wenn mittwochs nicht gemäht werden kann, der TSV Ahnsen eben entsprechend informiert werden müsse – auch darüber, dass aus diesem Grund an dem darauffolgenden Wochenende nicht auf dem Platz gespielt werden kann.

Roboter statt Aufsitzmäher

Vielleicht könnte der Sportplatz in solch einem Fall ja auch an einem anderen Tag, am Donnerstag oder am Freitag, gemäht werden, warf Ausschusschef Frank Struckmeier (SPD) ein. Alternativ brachte er die Möglichkeit ins Gespräch, statt des schweren Aufsitzmähers zukünftig einen täglich mähenden leichten Rasenmähroboter einzusetzen. Zumal sich herausgestellt habe, dass der Unkrautbewuchs bei Verwendung eines Mähroboters etwas zurückgehe und sich die Rasenqualität verbessere. Im Vorfeld zu klären, wäre laut Struckmeier allerdings die Frage, was die konventionelle Rasenpflege im Vergleich zu der mit einem Mähroboter kostet.

Ob es denn andere Sportvereine in der Region gebe, die ihre Rasenplätze bereits von einem Mähroboter kurz halten lassen, wollte Schönemann wissen. Dazu meinte Struckmeier, dass es solche Vereine beispielsweise in Hannover und in Bielefeld gebe. „Wir können auch bei Bayern München nachfragen, aber gibt es auch hier einen Verein mit Rasenmähroboter?“, hakte Schönemann nach. Woraufhin Struckmeier einräumte, dass man mit solch einem Gerät in Schaumburg „möglicherweise Vorreiter“ wäre. Der Ausschussvorsitzende erinnerte daran, dass der Ahnser Sportplatz auf Gemeindekosten gepflegt werde, und dass das Rasenmähen nicht zu Spurrillen in der Rasenfläche führen dürfe.

Kostenvergleich erstellen

Abschließend fasste Struckmeier die Forderung der SPD-Ratsfraktion zusammen: Die Gemeinde soll ein Grünflächenkataster erstellen und die Kosten für die Sportplatzpflege bei Einsatz eines Aufsitzrasenmähers und – zum Vergleich – eines Mähroboters ermitteln. Dabei sollen diese Informationen möglichst bald vorliegen, damit die Kosten für die Anschaffung eines Mähroboters bei Bedarf noch in den Haushalt für das Jahr 2018 eingeplant werden können. „Wir kümmern uns“, versprach Schönemann.

Während der Abarbeitung dieses Tagesordnungspunktes gab es aus dem Lager der CDU-Fraktion keine Stimmen zu hören, da sich die Christdemokraten aufgrund Querelen mit den Sozialdemokraten einer Mitarbeit in diesem Ausschuss verweigern (wir berichteten). Anlässlich der Einwohnerfragestunde meldete sich dann später doch ein CDU-Ratsmitglied zu Wort – aus der Zuschauerreihe: Zu überlegen, wo sich Kosten einsparen lassen, sei gut, aber einen Rasenmähroboter dort einzusetzen, wo Kinder herumlaufen, sei keine gute Idee, meinte Dieter Gutzeit. Denn dafür sei solch ein Gerät zu gefährlich. wk

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