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Filiz sucht die Herausforderung

Von Siegfried Klein Ahnsen Filiz sucht die Herausforderung

Wer die Liebe zum Pferd im Blut hat, den lässt sie nicht mehr los. Das ist völlig unabhängig davon, ob man im Sattel sportliche Erfolge erringt oder das Reiten nur als Hobby pflegt.

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Für sie sind Pferde ihre liebsten Freunde: Die angehende Pferdewirtin Filiz Akyol mit „Flip-Flop“.

Quelle: sig

Von Siegfried Klein

Ahnsen. Das gilt auch für die 18-jährige Filiz Akyol aus Bückeburg, für die der Ahnser Reiterhof Lohmann zum zweiten Zuhause wurde. Akyol hat ihre Liebe zum Pferd und zum Reiten früh entdeckt. Sie gehört dem Ahnser Reitverein inzwischen schon seit elf Jahren an, hat sich dort die ersten Sporen verdient und sich um ein Pflegepferd gekümmert – das Welsh-Pony „Rudi“. Im Laufe der Zeit erwarb sich Akyol auch einige reiterliche Abzeichen und bestritt erfolgreich zahlreiche Springwettbewerbe für ihren Heimatverein.

Angesichts dieser Entwicklung ist es nicht verwunderlich, dass die 18-Jährige zwar nicht das Reiten, aber den Umgang mit den Pferden zu ihrem Beruf machen möchte. Friedrich-Wilhelm Lohmann, Vorsitzender des Reitvereins (RV) Ahnsen, ermöglichte ihr durch ein Praktikum den Einstieg in die Ausbildung zur Pferdewirtin.

Er hatte nämlich schnell erkannt, dass sie außer ihrer Liebe zu den Hafermotoren noch eine Menge Talent für diesen speziellen Beruf mitbringt. Deshalb kümmerte sich der Klubchef darum, Feliz Akyol nach dem Praktikum einen Ausbildungsplatz in einem Betrieb zu beschaffen, der alle Voraussetzungen dafür erfüllt. Lohmann kennt die Familie Langes gut, die in Hämelschenburg eine Trakehnerzucht betreibt.

Die früher in Ostpreußen beheimateten Warmblüter sind eine edle Rasse, die auch international einen guten Ruf besitzt und entsprechend gefragt ist. Trakehner gab es schon zu Zeiten des Deutschritterordens. Sie eignen sich im Grunde für alle Reitsportarten, waren aber lange Zeit auch beim preußischen Militär besonders gefragt.

Für Akyol ist es eine echte Herausforderung, bei einem so anerkannten Zuchtbetrieb wie dem der Familie Langes in Hämelschenburg ausgebildet zu werden. Nach drei Jahren wird sie in zehn bis zwölf Fächern theoretisch geprüft, und dazu muss sie noch eine schriftliche Abschlussarbeit abliefern.

Die für sie zuständige Berufsfachschule befindet sich in Hannover. Dort wartet auch Blockunterricht auf die 18-Jährige, die sich schon jetzt für die Fachrichtung „Zucht“ entschieden hat. Alke Lohmann, Sportwartin des RV Ahnsen, schätzt den Fleiß, die Zuverlässigkeit und die Willensstärke ihrer einstigen Schülerin.

Fast an jedem Wochenende besucht die angehende Pferdewirtin den Ahnser Reiterhof und betreut dann den vierjährigen Hannoveraner „Flip-Flop“, mit dem Alke Lohmann auch zu Turnieren fährt. Der Ahnser reiterliche Nachwuchs erinnert sich gern an Akyol. Sie hat nämlich intensiv mit den Kindern geübt. Und so ganz nebenbei kann sie sich bei den Lohmanns, die ihren Werdegang mit Aufmerksamkeit verfolgen, auch immer mal wieder fachlichen Rat und Tipps holen. Das dürfte ihrer weiteren beruflichen Entwicklung nur gut tun.

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