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Hilfe für Menschen in Nepal

Spende Hilfe für Menschen in Nepal

Knapp 7000 Kilometer Luftlinie entfernt liegt das Gebiet, in dem Dieter Gutzeit aus Ahnsen und sein Schwager Gerd Pöhler aus Bückeburg Hilfe zur Selbsthilfe geleistet haben. Die Rede ist von Nepal.

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Diese Frau (Dritte von links) hat dank der Unterstützung aus dem Schaumburger Land während der Monsunzeit vom Zelt in eine Hütte ziehen können. Das Bild des Bückeburger Schlosses haben die Initiatoren der Hilfsaktion bei einem Besuch überreicht.

Quelle: pr.

Ahnsen/Bückeburg. Familiäre Bande waren es, die Gutzeit und Pöhler dazu angeregt haben, den Menschen in der betroffenen Region zu helfen.

 Im April und Mai vergangenen Jahres hatte eine Serie schwerer Erdbeben den kleinen Staat im Himalaya-Gebirge erschüttert. Das erste große Beben am 25. April 2015 war auch gleich das stärkste. In der Mittagszeit wurde die Region mit einer Magnitude von 7,8 auf der Momenten-Magnituden-Skala erschüttert. Neben Nepal betroffen waren auch Nord- und Nordostindien, Tibet, Pakistan, Bangladesch und die Volksrepublik China. Bis Mitte Juni 2015 gab es zahlreiche, teils schwere Nachbeben. Nach Angaben der nepalesischen Regierung starben in dem Land etwa 8800 Menschen an den Folgen der Beben, rund 22300 wurden verletzt.

 Wie Gutzeit mitteilt, ist der Kontakt in das ferne Land über seinen Schwager Gerd Pöhler zustande gekommen. Dessen Tochter lebt in Australien und ist dort mit einem Australier verheiratet. Dieser ist gebürtiger Nepalese, seine Familie lebt in Kathmandu. Freunde Gutzeits und Pöhlers wussten bescheid um die Familienbande nach Nepal. Sie fragten die beiden, ob sie nicht einen Weg wüssten, auf dem vom Erdbeben betroffene Menschen unmittelbare Hilfe erfahren könnten. Die Bekannten scheuten davor zurück, großen Hilfsorganisationen Geld zu spenden. Sie wollten nämlich vermeiden, dass Teile ihrer Spende im administrativen Aufwand versickern.

 Der Kontakt zur Familie in Nepals Hauptstadt Kathmandu war über den Umweg Australien schnell hergestellt. Von dem Beben war sie nicht allzu sehr betroffen, es ging ihr den Umständen entsprechend gut.

 „Die Verwandten von Gerd haben unsere Hilfe vor Ort organisiert“, berichtet Gutzeit. Ihre Kenntnis, wer denn am dringlichsten Hilfe benötige, habe man gezielt nutzen können, um die Unterstützung punktgenau wirken zu lassen. Beispielsweise habe man auf diese Weise obdachlosen Menschen, die während der Monsunzeit (Juli bis Oktober) noch in Zelten leben mussten, mit warmen Essen versorgt. Einer Familie mit Kindern habe man zu einer festen Unterkunft verhelfen können.

 Dieter Gutzeit und Gerd Pöhler haben im Freundes- und Bekanntenkreis etwa 8000 Euro an Spenden eingesammelt. In der Landeswährung ist das ein Betrag von rund 880.000 Nepal-Rupien. Zum Vergleich: Das Durchschnittseinkommen eines Nepalesen liegt bei 75.000 Rupien – der Spendenbetrag ist etwa zwölf Mal so hoch.

 Den Geldtransfer haben Gutzeit und Pöhler über „Western Union“ abgewickelt, einen US-amerikanischen Anbieter von weltweitem Bargeldtransfer. In den ersten Wochen nach dem Erdbeben hat das Unternehmen sogar auf die Gebühren verzichtet, so Gutzeit. Die Familie in Kathmandu habe das Geld dann vor Ort in bar erhalten, was sich von hier aus über Belege nachvollziehen ließ. Die Verwendung des Geldes sei ebenfalls über Belege nachgewiesen worden. Und außerdem gibt es Fotos, die zeigen, was angeschafft worden ist.

 Wie dankbar die Menschen in dem fernen Land über die Hilfe sind, zeigt ein Schreiben aus Nepal, das die Initiatoren erreicht hat. Darin heißt es: „Wir möchten allen danken, die sich Zeit genommen haben, an die Opfer zu denken und die etwas getan haben, um ihnen zu helfen. Ihr fürsorgliches Herz und Ihre Großzügigkeit haben uns tief berührt. Das Erdbeben mag unsere Häuser zerstört haben, aber es wird nie die Seele der Menschen zerstören. Ihre Liebe, Sorge und Unterstützung wird die Menschen in Nepal starkmachen, ihnen helfen, ihre Trauer zu überwinden und ihre Häuser wieder aufzubauen. Nochmals vielen Dank an das deutsche Team!“ thm

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