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Ahnsen Hilfe für das „Dach der Welt“
Schaumburg Eilsen Ahnsen Hilfe für das „Dach der Welt“
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00:22 18.06.2015
Dieter Gutzeit und sein Schwager Gerd Pöhler (stehend) haben die Hilfsaktion für Nepal in Gang gebracht. Quelle: sig
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Ahnsen

So manche seiner aus dem Jahr 2013 stammenden Aufnahmen haben historischen Wert. Durch die mehrmals aufeinanderfolgenden schweren Erdbeben sind dort nämlich schlimmste Zerstörungen entstanden und unersetzliche Werte verloren gegangen.

„Es wird in diesem südasiatischen Land, einem der ärmsten der Welt, auch nach dem Wiederaufbau nicht mehr alles so sein wie früher“, ist sich Gutzeit sicher. Zahlreiche Bauten, Tempel und Kunstschätze seien vernichtet, und es werde lange dauern, bis Nepal wieder über die nötige Infrastruktur verfügt.

Viele Gebäude konnten aufgrund ihrer Bauweise diesen Naturgewalten nicht standhalten. Dadurch haben Tausende ihr Leben verloren. Das wird man ändern müssen, um den Menschen künftig mehr Sicherheit zu geben. Aber das kann nur schrittweise geschehen, mit internationaler Hilfe und vielen Spenden.

„Viele Einwohner leben jetzt in Zelten und schlafen auf dem Erdboden“, berichtete Gutzeit, der ebenso wie sein Verwandter Gerd Pöhler täglich Kontakt zu den in Nepal wohnenden Familienangehörigen hat, die das Erdbeben wenigstens überlebt haben. Der Abriss eines stark beschädigten Hauses der Familie sei aber nicht zu vermeiden.

Gutzeit: „Jeder Euro hilft den Menschen dort weiter. Deshalb haben auch wir die Initiative ergriffen und eine Spendenaktion ins Leben gerufen.“ So konnte unter anderem eine Suppenküche eingerichtet werden, damit die Menschen wenigstens eine warme Mahlzeit täglich bekommen. Gutzeit: „Es ist uns wichtig, zu wissen, dass die von uns gesammelten Gelder auch wirklich diejenigen erreichen, die ihr ganzes Hab und Gut verloren haben.“

Diesem Zweck diente auch der Filmabend im Ahnser Dorfgemeinschaftshaus. Die Aufnahmen hatte der weit gereiste Ahnser Ratsherr bei einem Treffen mit deutschen, australischen und nepalesischen Familienmitgliedern gemacht. Sie zeigten ein Land, das noch einen großen Entwicklungsbedarf hat. Da gibt es mehr als 100 verschiedene ethnische Gruppen und Kasten sowie eine nicht minder große Zahl von Sprachen und Dialekten.

Hauptanziehungspunkt für ausländische Besucher war bislang die Himalaya-Region. Mehr als 1000 Menschen sollen dort beim Besteigen des Mount Everest bereits ihr Leben verloren haben. Für die als Träger und Bergführer beschäftigten Sherpas dürfte erst einmal ihre Haupteinnahmequelle versiegt sein. Das wird die Not der Nepalesen weiter vergrößern und noch mehr Hilfe nötig machen.

Kontakt: Wer mithelfen möchte, kann unter der Rufnummer (05722) 84638 mit Dieter Gutzeit Kontakt aufnehmen. sig

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