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Kostentreiber ist nicht nur die neue Brücke

Ahnsen / Sägewerk Kostentreiber ist nicht nur die neue Brücke

Ende Juni hatte ein mit Sand beladenes Baufahrzeug die 80 Jahre alte Betonbrücke zerstört, die an der Neumühlener Straße in Ahnsen den Mühlengraben überquert.

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Investorin Rita Madaus.

Quelle: thm

Ahnsen (thm). Jetzt ist dort eine neue Brücke aufgestellt worden – diesmal aus Holz. Etwa gleichzeitig mit dem Brückenschlag kann Investorin Rita Madaus den Abschluss der Renovierung des alten Sägewerkes vermelden.

 Wie Eigentümerin Rita Madaus – geborene Schönbier – bei einem Treffen am Sanierungsobjekt berichtet, sei der Brückenschaden zwar ein Versicherungsfall, dennoch habe er zusätzliches Geld gekostet. „Die Versicherung hat für die 80 Jahre alte Brücke nur den Zeitwert ersetzen wollen“, so die Investorin. Der erste Kostenvorschlag habe sich auf 44000 Euro belaufen, die Versicherung hätte 6000 Euro übernehmen wollen. „Dann kam die Idee auf, die alte Betonbrücke durch eine Holzbrücke zu ersetzen – die kostet nur 23000 Euro“, so Madaus. Letztlich habe die Versicherung 8600 Euro übernommen. Die Holzbrücke ist zugelassen für 3,5 Tonnen Tragkraft, statisch berechnet ist sie für 7,5 Tonnen.

 Apropos Mehrkosten: Ursprünglich hatte die Investorin für die Sanierung des ehemaligen Sägewerks 320000 Euro veranschlagt, am Ende sind daraus etwa 480000 Euro geworden. Zuschüsse gibt es vom Denkmalschutz, der EU und der Gemeinde – zusammen aber nur 20000 Euro, ein Betrag, der nicht mehr als den sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein ausmacht.

 „Da gab es ja viele Dinge, die ich vorher so nicht berechnet habe“, erklärt Madaus den Kostenanstieg. Teurer sei es geworden, weil die Entsorgung dessen, was zuvor in dem Sägewerk gelagert worden war, ziemlich viel Geld gekostet habe. Teurer sei es auch geworden, weil bestimmte Maßnahmen in dem nicht unterkellerten Gebäude erforderlich waren, um am Ende dennoch den Status eines Energiesparhauses zu erreichen. Teurer sei es geworden, weil Brandschutzmauern eingebaut werden mussten.

 Die zusätzlichen Maßnahmen haben die Fertigstellung des Bauvorhabens verzögert. Ursprünglich sollte im April alles fertig sein. Die erste von vier Wohnungen ist im September, zwei weitere sind im Oktober bezogen worden. „In die vierte und letzte Wohnung werden die Mieter zum 1. Dezember einziehen“, sagt Madaus, die sich nach vielen Jahren des Bauens nun auf eine „lange Pause“ freut.

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