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L451 „wirklich eine Zumutung“

Ortsdurchfahrt in Ahnsen L451 „wirklich eine Zumutung“

Eigentlich ist es erstaunlich, dass die Ahnser bislang noch nicht auf die Barrikaden gegangen sind – zumindest jene Anlieger, die an der Vehler Straße respektive Friedrich-Ebert-Straße wohnen. Denn diese beiden als Ortsdurchfahrt fungierenden, ineinander übergehenden Straßen sind in einem sehr schlechten Zustand.

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Ein bisschen werden sich die Anlieger noch gedulden müssen, aber im kommenden Jahr sollen die Vehler Straße und die Friedrich-Ebert-Straße in Ahnsen saniert werden.

Quelle: wk

Ahnsen.  Fahrbahnrisse und -aufbrüche, Flickstellen wohin das Auge sieht und Fehlanzeige, was das Vorhandensein von Gossen betrifft. Ganz zu schweigen davon, dass es auf dem rund einen Kilometer langen, stark frequentierten Straßenabschnitt weder einen Gehweg noch einen Radweg gibt. Die Konsequenz ist, dass hier inzwischen nur noch maximal Tempo 30 erlaubt ist, denn alles andere wäre dort in Anbetracht des desolaten Straßenzustandes auch nicht zu verantworten.

 Mit anderen Worten: Dieser innerörtliche Teil der Landesstraße 451 ist ein Schandfleck. Deswegen steht für das kommende Jahr endlich eine Komplettsanierung an.

 „Es ist im Moment die allerschlechteste Landesstraße, die wir in den Landkreisen Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden haben“, berichtet Markus Brockmann, Leiter der Hamelner Geschäftsstelle des Niedersächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Auf dieser Straße zu fahren, sei „wirklich eine Zumutung“.

 Noch im November 2016 werde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet und ein entsprechender Antrag beim Landkreis Schaumburg eingereicht. Anschließend werden die Pläne für die Sanierung – der Baubeginn soll im zweiten Halbjahr 2017 sein – öffentlich ausgelegt, sodass sich die Bürger über das geplante Vorhaben informieren und etwaige Einwände geltend machen können.

1,77 Millionen Euor für die Ausbaumaßnahmen eingeplant

„Der Hintergrund ist, dass wir an die Anliegergrundstücke herangehen müssen“, erklärt Brockmann. Denn um an diesem Straßenabschnitt einen Geh- und Radweg anlegen zu können, müsse man den Grundstückseigentümern entlang der Straße einen kleinen Streifen ihrer Grundstücke abkaufen, wobei dieser Streifen je nach Lage zwischen 20 Zentimetern und einem Meter misst. „Mehr ist es nicht.“

 Mit diesbezüglichen Einwänden der Anlieger rechnet die Behörde indes nicht: „Wir gehen davon aus, dass alle Anlieger damit einverstanden sind“, sagt Brockmann. Seines Erachtens dürften jedenfalls „alle heilfroh“ sein, dass die Sanierung respektive der Ausbau der Straße jetzt endlich erfolgt.

 Konkret geplant ist Folgendes:  Beginnend am innerörtlichen Knotenpunkt der Kreisstraße 10 bis zum Ortsausgang werden die Vehler Straße und die Friedrich-Ebert-Straße komplett erneuert und wird die Fahrbahn durchgängig auf sechs Meter Breite angelegt.

  Auf der westlichen Seite dieses Straßenabschnitts soll der besagte Geh- und Radweg gebaut werden, der 2,5 Meter breit werden und bis zu der Stelle reichen wird, wo die Kreisstraße 73 in die L451 einmündet. Innerörtlich wird der Radweg allerdings als „nicht benutzungspflichtig“ ausgeschildert.

 

 Auf 1,5 Meter Breite neu angelegt wird zudem der auf der östlichen Seite der L451 in Ahnsen vorhandene, von der Bahnhofstraße bis zur Kreisstraße 10 reichende Gehweg.

 Insgesamt sind laut Brockmann für diese Straßensanierung/Ausbaumaßnahme rund 1,77 Millionen Euro eingeplant. Den Löwenanteil der Kosten trägt das Land Niedersachsen, während die Gemeinde Ahnsen rund 80000 Euro für den neuen Gehweg und die von ihr in Auftrag zu gebende Erneuerung des Regenwasserkanales bezahlen muss. wk

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