Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Ahnsen Neue Auebrücke wird deutlich kürzer als geplant
Schaumburg Eilsen Ahnsen Neue Auebrücke wird deutlich kürzer als geplant
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:49 20.02.2019
Die alte „Stapelbrücke“ in Ahnsen soll durch ein neues Bauwerk ersetzt werden. Quelle: wk
Ahnsen

Von diesem Termin geht zumindest Matthias Dornbusch, Leiter des Amtes für Kreisstraßen, Wasser- und Abfallwirtschaft des Landkreises Schaumburg, aus, wie er bei einer Sitzung des Gemeinderates berichtete.

Anders als ursprünglich vorgesehen, wird das neue Bauwerk laut Dornbusch jedoch nicht als Dreifeldbrücke mit einer Spannweite von insgesamt rund 40 Metern konzipiert, sondern als Einfeldbrücke mit einer lichten Weite zwischen den Brückenpfeilern von nur 18,30 Metern. Dies sei vollkommen ausreichend, um die Situation bei etwaigen Hochwasserlagen zu verbessern, erklärte er. Denn die nächstgelegenen Gebäude befänden sich ja nicht in dem Überschwemmungsgebiet der Aue. Außerdem verwende man Steuergelder.

„Die finanziellen Mittel liegen vor“, versicherte der Amtsleiter. Rund 300.000 Euro seien im Haushalt des Landkreises für dieses Bauvorhaben eingeplant. Und gemäß der erstellten Kostenschätzung sei der Bau der neuen Brücke für dieses Geld auch zu bewerkstelligen.

Widerlager komplett erneuern

Berücksichtigt ist dabei, dass die beiden seitlichen Widerlager der jetzigen, über einen Mittelpfeiler verfügenden Stapelbrücke (lichte Weite 12,50 Meter) entgegen der früheren Annahme doch nicht weiter zu nutzen sind. Dies hat nach Dornbuschs Worten eine zwischenzeitlich erfolgte statische Untersuchung des Bauwerkes ergeben. Die Widerlager müssen also komplett erneuert werden. Ob der Landkreis tatsächlich mit dem angesetzten Geldbetrag hinkommt, wird man aber erst wissen, wenn das Gesamtprojekt öffentlich ausgeschrieben worden ist und die Angebote der daran interessierten Unternehmen eingegangen sind.

Bis Ende Mai soll das Planungsverfahren Dornbusch zufolge jedenfalls abgeschlossen sein, sodass die Ausschreibung danach erfolgen könnte. Benötigt würden dafür allerdings noch die Tragwerksplanungsunterlagen, die wasserwirtschaftlichen Betrachtungen und die naturschutzfachliche Bewertung der zukünftigen Situation an der Bückeburger Aue.

Von Michael Werk