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Neue Stapelbrücke ausgeschrieben

Ahnsen Neue Stapelbrücke ausgeschrieben

Das Objekt der Begierde versteckt sich hinter der unscheinbaren Abkürzung „AHN 2“. Das Kürzel steht für eine kleine Brücke über die Aue, die in Ahnsen seit Jahren in der Diskussion ist – die Querung im Zuge des Weges An der Aue, die sogenannte Stapelbrücke. Nachdem der Neubautermin mehrfach verschoben wurde, ist nun Land in Sicht.

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Die Stapelbrücke wird durch einen Neubau ersetzt. Deutlich zu erkennen: Der Mittelpfeiler, vor dem sich immer wieder Treibgut verkeilt.

Quelle: kk

Ahnsen. Selbst bei der offiziellen Einweihung der K73, die das neue Klinikum ans Straßennetz anbindet, sorgte das Bauwerk für Frotzeleien zwischen Bürgermeister Klaus Hartmann und Landrat Jörg Farr. Hintergrund: Der Termin für den Neubau, den die Gemeinde dem Kreis im Rahmen der Diskussion um Klinikbau und Anbindung abgetrotzt hatte, wurde bereits mehrfach verschoben.

Doch nun ist das Projekt ausgeschrieben, Baubeginn soll im März 2016 sein, Fertigstellung im Herbst 2016. Auch die beiden anderen Großprojekte, die den Ahnsern wichtig sind, die Sanierung der L451 in der Ortsdurchfahrt und der Radwegbau Richtung Vehlen, sollen bald angegangen werden.

Doch warum hängt das Herz der Ahnser, besonders das der Anwohner an der Aue, so an einer Brücke, die „nur“ in die Feldmark führt und an einem Weg liegt, der für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr gesperrt ist? Die Antwort ist einfach: Die Brücke wird nicht nur von Radfahrern und Fußgängern genutzt, sondern spielt eine wichtige Rolle im Hochwasserschutzkonzept rund ums neue Klinikum. Zurzeit stellen die engen Durchlässe ein gefährliches Hindernis dar. Bei Starkregen können die Auefluten kaum passieren. Schlimmer noch: Oft setzt sich am Mittelpfeiler, der im Bachbett steht, Treibgut fest. Dann sind Aufstauungen und Überflutungen programmiert.

Daher soll die Brücke durch einen Neubau ersetzt werden, die alte Brücke wird abgebrochen. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat das Projekt inzwischen ausgeschrieben. Es soll eine Geh-/Radwegbrücke aus Stahlbeton in „integraler Bauweise“ errichtet werden, 41,60 Meter lang, drei Meter breit. Es wird mit Kosten von 300.000 bis 350.000 Euro gerechnet. Laut Ausschreibung soll das Vergabeverfahren im September beginnen, Baubeginn wäre im Februar/März, Abschluss der Bauarbeiten dann im Spätherbst.

Der Bau gilt als technisch anspruchsvoll, da dort auch eine Abwasserleitung über die Aue geleitet wird und gesichert werden muss. Erst dann kann der Abriss der alten Brücke erfolgen. Für die neue Brücke, ohne Mittelträger im Bach, werden zunächst die Pfeiler in den Boden gerammt. Anschließend werden Unterbau und Überbau der Brücke erstellt. Das alles dauert seine Zeit. Daher rutscht der Brückenbau auch komplett ins Jahr 2016. Theoretisch hätte der Bau auch schon in diesem Jahr begonnen werden können, dann hätte jedoch im Winter pausiert werden müssen. Folge: Die Brücke wäre einige Monate zusätzlich nicht zu passieren gewesen, und die Kosten hätten sich erhöht.

Bekannter sein dürfte vielen Schaumburgern das zweite Ahnsener Großprojekt: die Sanierung der L451 in der Ortsdurchfahrt Ahnsen. Die Holperstrecke hätte gute Chance, zur schlechtesten Straße der Region gewählt zu werden – und das schon seit Jahren. Erste Planungen zur Sanierung gab es bereits 2001, doch diese wurden nicht umgesetzt, da das Land die Straßenbaumittel eingefroren hatte. Doch auch in Hannover hat man inzwischen erkannt, dass es einen erheblichen Investitionsstau bei maroden Landesstraßen gibt. Nicht zuletzt die Anbindung des neuen Schaumburger Klinikums über die L451 führt nun dazu, dass auch in Ahnsen saniert werden soll. Zurzeit wird von einem Baubeginn 2016 ausgegangen, die Planungen, einschließlich Rad-/Fußweg, sind weitgehend fertig. Realisiert werden soll das Projekt in zwei Abschnitten, beginnend im Norden. Um Radfahrern, die vom Klinikum über die Stapelbrücke und die Straße An der Aue nach Ahnsen kommen, einen Anschluss an den Radweg zu ermöglichen, wird eine Querungshilfe gebaut.

Der Abwasserverband will im Zuge der Bauarbeiten den Schmutzwasserkanal neu verlegen, Ahnsen den Regenwasserkanal. Die Gemeinde macht sich noch für eine zweite Querung für Radfahrer in und aus Richtung Bad Eilsen stark, und zwar im Kreuzungsbereich L451/K10. Das Gesamtkonzept wurde auch schon Anliegern und Anwohnern vorgestellt.

Dieses bezieht auch Projekt Nummer drei mit ein: Im weiteren Verlauf der Landestraße von der Einmündung der neuen K73 bis nach Vehlen soll die enge und kurvige Straße sicherer werden: In diesem Abschnitt soll ein begleitender Radweg gebaut werden. kk

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