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Stehende Ovationen zum Abschied

Ahnsen Stehende Ovationen zum Abschied

Innerhalb von ein paar Minuten hat er gleich zwei Urkunden erhalten: Zunächst wurde er entlassen und dann gleich wieder „eingesetzt“. Die Rede ist von „Feuerwehrurgestein“ Werner Kording.

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Verabschiedung in Ahnsen: Hartmut Krause (von links), Werner Kording, Bernd Schönemann, Ole Grimmig und Klaus-Peter Grote.

Quelle: möh

Ahnsen. Der Ahnser Gemeindebrandmeister hat diesen Posten seit 1988 inne und muss ihn zum 31. Oktober räumen, da er die Altersgrenze erreicht hat. Gleichzeitig übernimmt Kording aber ein neues Amt bei der Feuerwehr Ahnsen, denn er wird wegen seiner Verdienste zum Ehrenortsbrandmeister ernannt.

Samtgemeindebürgermeister Bernd Schönemann, der die Entlassung und Ernennung als „oberster Dienstherr“ übernommen hatte: „Hut ab vor dieser Leistung im Dienst der Allgemeinheit.“ Auch die Nachfolge Kordings ist geregelt. Ab 1. November ist Ole Grimmig neuer Ortsbrandmeister. Seine Dienstzeit läuft bis zum 31. Oktober 2021.

Wer in der Gemeinde den Namen Kording nennt, meint damit gleichzeitig oft die Ortswehr, denn ihr scheidender Chef hat 27 Jahre lang die Freiwillige Feuerwehr durch Höhen und auch Tiefen geleitet. Viele Gäste der kleinen Feierstunde nutzten die Gelegenheit, Werner Kording, der die längste Dienstzeit eines Ortsbrandmeisters in der Samtgemeindewehr aufweisen kann, für seine Verdienste um die Feuerwehr zu würdigen. Schönemann überreichte nicht nur die Urkunden, sondern auch einen Präsentkorb und einen Essensgutschein.

Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote erklärte, im Landkreis gebe es insgesamt 107 Freiwillige Feuerwehren. Aber es werde immer schwieriger, neue Kräfte zu gewinnen. Dieses sei eine bedenkliche Tendenz. Mit seinen vielen Kinder- und Jugendwehren sei Schaumburg aber vielleicht auf dem richtigen Weg, um Nachwuchs für den Brandschutz zu gewinnen. Er dankte Kording für seine Leistung, denn in der Regel würden es Führungskräfte nicht 27 Jahre in einem Stück aushalten.

„Alles Gute für den aktiven Unruhestand“, wünschte Samtgemeindebrandmeister Hartmut Krause. Auch wenn er nicht mehr Ortsbrandmeister sei, dürfe sich Kording natürlich weiterhin an den Einsätzen beteiligen. Schließlich sei er als Rentner den ganzen Tag zu Hause, und man könne „auf solche Leute“ nicht verzichten. Krause machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass die Feuerwehr in der Samtgemeinde eine starke Ortswehr in Ahnsen benötige. Auch Bürgermeister Klaus Hartmann bedankte sich nicht nur bei Kording, sondern bei der gesamten Ortswehr für die Arbeit an der Allgemeinheit. Auf diese Institution könne man sich verlassen. Er bedauerte es allerdings ebenfalls, dass ehrenamtliche Tätigkeit derzeit nicht mehr honoriert und damit nicht mehr gern geleistet werde.

Nina Dressel, die stellvertretende Ortsbrandmeisterin, hielt im Auftrag der Wehr gleich zwei Präsentkörbe bereit. Einen erhielt Kording zum Abschied und den anderen überreichte sie ihrem neuen „Chef“ Ole Grimmig.

Als Schönemann dem scheidenden Gemeindebrandmeister die Urkunden überreichte, erhielt Kording stehende Ovationen, die er sichtlich gerührt zur Kenntnis nahm. möh

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