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Wohnkomplex auf ehemaligem Bauernhof?

Ahnsen Wohnkomplex auf ehemaligem Bauernhof?

Auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofes an der Obernkirchener Straße soll möglicherweise ein Wohn- und Gewerbekomplex entstehen. Mit einer entsprechenden Bauvoranfrage hat sich jetzt der Rat der Gemeinde befasst.

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Bei der Abstimmung votiert der in der Ahnsener Gaststätte „Zum Landhaus“ tagende Gemeinderat einstimmig für die Änderung des Flächennutzungsplanes.

Quelle: wk

Ahnsen. Das Areal gehört noch einem Heeßer Landwirt. Der Ahnser Rat hat als Thema eine mögliche Änderung des für dieses Areal geltenden Flächennutzungsplanes.

Wie während der Sitzung zu erfahren war, ist seitens eines Kaufinteressenten angedacht, an der Stelle, wo heute nur noch die Reste eines vor rund zehn Jahren abgebrannten Gebäudes zu sehen sind, ein neues Wohnhaus zu errichten. Zudem wolle er hier einen Gewerbebetrieb betreiben, für den eine noch intakte Scheune als Lager genutzt werden soll.

Der Landkreis Schaumburg habe dem Antragsteller jedoch mitgeteilt, dass das geplante Vorhaben auf diesem Grundstück unzulässig sei, berichtete Ortsbürgermeister Klaus Hartmann. Als Begründung habe der Landkreis angegeben, dass das Grundstück „nicht im Geltungsbereich eines rechtsverbindlichen qualifizierten Bebauungsplanes“ und „nicht innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteiles“ liege. Auch eine Privilegierung im Sinne des Paragrafen 35, Absatz 1 des Baugesetzbuches sei nicht gegeben, da es sich bei dem angefragten Vorhaben zum Beispiel nicht um die Errichtung eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes handele, wie er auf einer landwirtschaftlichen Fläche zulässig sei.

Anders wäre die Situation laut Hartmann indes, wenn das cirka 3000 Quadratmeter große Flurstück durch eine Änderung des Flächennutzungsplanes in ein Wohngebiet oder ein Mischgebiet umgewandelt werden würde. Denn schon in einem reinen Wohngebiet sei der Betrieb eines „nicht-störenden Kleingewerbes“, zu dem unter anderem Ladengeschäfte und nicht-störende Handwerksbetriebe zählen, erlaubt.

Konsequenz: Eine Biogasanlage oder ein Schweinestall dürften dort dann allerdings nicht mehr gebaut respektive betrieben werden.

Auch nach einer entsprechenden Änderung bleibe der Flächennutzungsplan jedoch insofern ein „unverbindlicher Plan“, als dass für die Verwirklichung eines Bauvorhabens immer noch ein konkreter Bebauungsplan aufzustellen sei, stellte Bernd Schönemann, der Gemeindedirektor der Gemeinde Ahnsen, klar. Zudem müsse solch ein Bauvorhaben dann das komplette Genehmigungsverfahren einschließlich Bürgerbeteiligung durchlaufen.

Nachdem der Gemeinderat einstimmig beschlossen hatte, bei der Samtgemeinde Eilsen eine Änderung des Flächennutzungsplanes zu beantragen, gemäß der das besagte Flurstück in ein Wohngebiet umgewandelt wird, stand noch eine Bürgerfragestunde auf dem Programm:

Wodurch denn sichergestellt werde, dass von dem Gewerbebetrieb, den der Kaufinteressent ansiedeln möchte, keine Störung für die Nachbarn ausgehen, wollte die Ahnsenerin Ursula Herbst bei dieser Gelegenheit wissen.

„Diese Frage ist nicht Bestandteil des Flächennutzungsplanes“, erwiderte Schönemann. Denn noch gehe es ja nicht um ein konkretes Projekt. Gleichwohl müsse ein auf diesem Grundstück zu errichtendes Gebäude – denkbar sei auf den rund 3000 Quadratmetern übrigens auch der Bau von mehreren frei stehenden Häusern – von der Größe, Gestaltung und Farbe her an die im Umfeld vorherrschende Bebauung angepasst werden. Für die Gemeinde sei es doch positiv, wenn jemand das Areal schöner als den derzeitigen Zustand herrichte, gab er zu bedenken. „Ich persönlich halte so etwas für einen Glücksfall für eine Kommune!“ wk

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