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45-Tonnen-Brecher zerkleinert frühere Klinik

Bad Eilsen / Abbruch 45-Tonnen-Brecher zerkleinert frühere Klinik

Auf dem Gelände der früheren Weserbergland-Klinik gehen die Abbrucharbeiten auf die Zielgrade: Zum Einsatz kommt dabei außer drei Kettenbaggern ein 45 Tonnen schwerer, raupenmobiler Einschwingen-Backenbrecher der neuesten Generation – er gilt in Fachkreisen weltweit als der Modernste am Markt und wird auf dem Areal an der Wilhelm-Busch-Straße zur schnellen Grobzerkleinerung des Bauschutts eingesetzt.

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Zwei Kettenbagger befüllen den 45 Tonnen schweren Steinbrecher (Mitte). Von der einstigen Klinik ist derweil nur noch ein Schutthaufen übrig.

Quelle: tw

Bad Eilsen. Bad Eilsen (tw). „Der Einsatz des Brechers ist überraschend nötig geworden, weil wir noch unterhalb der Sohle eines acht Meter tiefen Kellers einen Sprinklerbehälter gefunden haben, der 250000 Liter Wasser fasste und nochmals vier Meter tiefer lag“, berichtet Gerhard Müller, Chef der Firma Müller Sand- und Kiesgruben GmbH mit Sitz in Porta. Mit anderen Worten: Die Hohlräume, die verfüllt werden müssen, sind gewaltig. Wie der Firmenchef sagt, ist das Füllmaterial zuvor wasserrechtlich untersucht worden; es gelte als unbedenklich.

 „Ich gehe davon aus, dass wir mit dem Brechen bereits Ende dieser, Anfang nächster Woche durch sein werden“, sagt Michael Gabbert. Der Diplom-Ingenieur der Firma Müller: „Die Steinbrocken, die eine Größe von bis zu einem Meter mal einem Meter haben, werden in der Maschine auf eine Größe von etwa acht Zentimetern heruntergebrochen.“ Mit dem Material werden die früheren Kellerräume der Klinik verfüllt.

 Der 15 Meter lange und vier Meter hohe von der Firma angemietete Koloss wurde auf einem Tieflader mit Sondergenehmigung in den Kurort gekarrt. Er wird mittels einer Kabelfernbedienung gesteuert und bewegt und von einem 260 PS starken Dieselmotor angetrieben.

 „Wir haben von der Straße Am Rottfeld eine neue Zufahrt zum Klinikgelände geöffnet. Die Lkw müssen also nicht mehr falsch raum in die Wilhelm-Busch-Straße einbiegen“, so der Diplom-Ingenieur, der dafür extra eine Ausnahmegenehmigung erwirkt hatte. Schön auch: Beschwerden von Anwohnern über möglichen Baustellenlärm und Dreck soll es bislang nicht gegeben haben. Ganz im Gegenteil: „Die Leute sind offensichtlich so froh, dass wir die Klinikruine platt machen, dass sie unseren Arbeitern sogar Essen auf die Baustelle bringen“, freut sich Müller.

 Am Ende soll das 8316 Quadratmeter große Bad Eilser Filetstück nicht nur plan sein – Müller will auch noch Rasen drauf säen. Im Frühjahr soll das für Wohnbebauung geeignete Gelände dann weiter verkauft werden.

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