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500 Fans spenden Blasmusik Beifall

Bad Eilsen 500 Fans spenden Blasmusik Beifall

Die Schaumburger Trachtenkapelle hat eine große Fangemeinde. Es fehlten nicht viele, um die im Kursaal bereit gestellten 500 Sitzplätze völlig belegen zu können.

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Gute Laune: Moderator Dirk Hasse (von links), Seminarchef und Dirigent Uwe Granitza sowie Kapellenleiter Lars Bögel.

Quelle: sig

Bad Eilsen. Von solchen Zahlen ist manche andere musikalische Veranstaltung in diesem Raum weit entfernt.

 Man kennt sich von Erntefesten im Schaumburger Land. Natürlich sind die Zuhörer immer gespannt, was die Musikseminare mit bekannten Dirigenten an zusätzlichem Engagement aus dem Ensemble herausholen.

 In der Vergangenheit konnte Freek Mestrini, niederländischer Komponist und früherer Musiker der „Egerländer“ von Ernst Mosch, für diese Aufgabe gewonnen werden; jetzt übernahm sie Uwe Granitza, aktueller Big-Band-Leiter, der mit dem Sänger Roger Cicero auf Tournee geht.

 Einen Tag vor dem Auftritt im Kursaal wurde acht Stunden lang am Feinschliff gearbeitet. Am Sonntag hatte man nochmals vormittags eine Stunde lang Zeit, sich auf das Jahreskonzert einzustimmen. Das Programm hatte der Chef der Trachtenkapelle, Lars Bögel, zusammengestellt.

 Selbstverständlich stand volkstümliche Blasmusik im Vordergrund, die einst starke Impulse aus Böhmen und Mähren erhielt. Aber es gab auch moderne Kompositionen mit anspruchsvollen Solopartien. Dazu gehörte der Mitternachtsblues, bekannt durch den Trompeter Billy Mo und den großartigen Orchesterleiter Bert Kaempfert. Der junge Nachwuchstrompeter Alexander Heine löste diese Herausforderung mit Bravour. Zu seiner Altersgruppe gehört auch Liam Tosar, der „What a feeling“ aus dem Film „Flashdance“ souverän auf dem Flügelhorn intonierte.

 Lars Bögel und Michael Mensching meisterten die Solopartie der Komposition „Bariton in der Nacht“ mit Tenorhorn und Baritonhorn, Christian Simon brillierte mit dem ungewöhnlichen Tuba-Solo einer Polka. Der Komponist Gustav Peter hatte eine Reminiszenz an die Zeit des Zirkus Renz verfasst. Er nannte das für Xylophon und Orchester geschrieben Stück „Souvenir de Cirque Renz“. Die für die Xylophon-Partie vorgesehenen Noten setzte Bögel virtuos mit seiner Posaune um. Das war zweifellos ein Höhepunkt.

 Eine Komposition von Ernst Mosch durfte nicht fehlen. Diesmal war es die Polka „Wir sind die Kinder von der Eger“, mit der er das deutsch-tschechische Egerland pries. Erinnerung weckten die Erkennungsmelodien vieler TV-Sendungen für Kinder unter dem Titel „Mouse and Friends“. Dazu gab es noch ein Medley mit bekannten Wanderliedern.

 Mit dem Marsch aller Märsche (Alte Kameraden) und dem Marsch der Niedersachsen kam am Ende jener Rhythmus zum Zuge, der seit alters her eine Art Synonym für Blasmusik ist und Zuhörer zum Klatschen einlädt.

 Beim nächsten Mal werden sicher wieder viele dankbare Fans der Einladung der Trachtenkapelle folgen. Und auch Granitza bekommt sicher erneut die Chance, sein Können als Seminarleiter und Dirigent zu beweisen. Die Moderation lag bei Dirk Hasse in versierten Händen.

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