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60 Tonnen Vorrat reichen für zehn Tage

Bauhof 60 Tonnen Vorrat reichen für zehn Tage

Astronomisch betrachtet beginnt der Winter erst am 22. Dezember. Für diesen Dienstag und für die Monate danach schon jetzt gerüstet ist der Bauhof der Samtgemeinde Eilsen.

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Der Winter kann kommen: Jan Brinkmann, Anna Strahler und Thomas Hahne haben den Salzvorrat aufgefüllt und die Räumgeräte ausgerüstet.

Quelle: thm

Eilsen (thm). Die Alarmstaffel steht, das Silo ist mit 60 Tonnen Salz prall gefüllt, ein Fahrzeug ist für den Streueinsatz schon umgebaut worden, das Umrüsten des zweiten erfolgt erst, wenn der Winter seine ersten Vorboten schickt.

 Diese allerdings sind derzeit weit und breit nicht zu erkennen. Bis einschließlich des Wochenendes vor Heiligabend sagen die Meteorologen Tageshöchsttemperaturen deutlich über null Grad Celsius voraus. Selbst nachts sollen die Tiefsttemperatur – so jedenfalls die 14-Tage-Vorhersage vom Dienstag – nur selten dem Frostbereich nähern und in keinem Fall ins Minus rutschen.

 „Die 60 Tonnen Salz, die wir im Silo vorhalten, werden bei Dauerfrost vielleicht zehn Tage reichen“, erläutert Anna Strahler von der Verwaltung der Samtgemeinde, dass der Vorrat an Streumittel durchaus begrenzt ist. „Wir können in dem Augenblick nachbestellen, wenn 25 Tonnen Salz verbraucht sind“, beschreibt sie die abzunehmende Mindestmenge. Was bedeutet: Wenn es vier Tage lang knackig kalt und entsprechend oft zu streuen ist, dann muss auch schon nachgeordert werden.

 Wirklich knapp geworden ist das Streugut zuletzt in dem schneereichen Winter 2009/2010. Damals war die „weiße Pracht“ über einen Zeitraum von drei Monaten lang immer mal wieder vom Himmel geschneit. „Damals hat niemand mehr Streusalz bekommen“, erinnert sich Strahler. „Wir mussten dann auch mit Splitt und Schlacke streuen“, erinnert sich Thomas Hahne.

 Die Samtgemeinde bezieht das Salz bei der K+S AG. Das früher als „Kali und Salz“ bekannte, börsennotierte Bergbau- und Rohstoffunternehmen mit Sitz in Kassel ist mit weltweit mehr als 14000 Mitarbeitern der größte Salzproduzent der Erde.

 Den Winterdienst in der Samtgemeinde verrichten sechs Mitarbeiter des Bauhofes und außerdem noch zwei „Freiberufler“: Die Landwirte Rudolf Wecke aus Heeßen und Christoph Tecklenburg aus Luhden komplettieren das Team. Insgesamt stehen vier zum Räumen und Streuen ausgerüstete Fahrzeuge zur Verfügung. Ihre Aufgabe ist es, die Gemeindestraßen befahrbar zu halten; für die Kreis-, Landes- und Bundesstraßen sind sie nicht zuständig. Insgesamt müssen etwas mehr als 40 Kilometer Fahrbahn gestreut und geräumt werden. Das kann bis zu drei Stunden dauern. Dabei fahren die Winterdienstler die Straßen nach einer Prioritätenliste ab. „Straßen in Hanglage und Straßen, auf denen Busse verkehren, kommen zuerst dran“, erläutert Hahne.

 Und wann muss die Mannschaft ausrücken? Das erfährt das Team zum einen aus dem abendlichen Wetterbericht. „Wenn ohnehin klar ist, dass es nachts keinen Frost geben wird, dann können wir ausschlafen“, sagt Hahne augenzwinkernd. Oft jedoch ist die Wetterlager nicht über jeden Zweifel erhaben – dann helfen nur noch Kontrollfahrten, bei denen sich die sechs Bauhofmitarbeiter abwechseln. „Morgens um vier Uhr geht es los“, beschreibt Jan Brinkmann: „Und wenn der dann feststellt, dass es irgendwo glatt ist, dann alarmiert er die anderen.“

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