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An 190 Tagen im Jahr im Einsatz

Feuerwehr zieht Bilanz An 190 Tagen im Jahr im Einsatz

Gute Nerven müssen die Aktiven der Feuerwehr Bad Eilsen haben, vor allem bei den oft schweren Unfällen auf der nahen Autobahnstrecke.

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Gibt Rechenschaft: Ortsbrandmeister Andreas Mohr, Chef der Feuerwehr Bad Eilsen.

Quelle: sig

Bad Eilsen/Heeßen. Im Vorjahr mussten sie wieder eine eingeklemmte Person aus einem Fahrzeug befreien. Das Unfallopfer war nicht mehr zu retten. Bei einem anderen Unfall mit gleich drei Fahrzeugen gab es sogar mehrere eingeklemmte Personen.

 Besondere Herausforderungen sind solche Fälle, in denen Menschen versuchen, durch Selbstmord aus dem Leben zu scheiden. Das ist einmal mit Gas geschehen. Brennende Personenwagen und Laster auf der A2 gehören inzwischen zum Alltag – ebenso wie vom Sturm umgestürzte Bäume, die auf Dächer und Gleise fallen. Wenn ein Kind in einem defekten Fahrstuhl stecken bleibt und erst nach zwei Stunden Alarm ausgelöst wird, möchte man sich die Ängste des eingeschlossenen Kindes nicht vorstellen.

 Das und vieles andere mehr gehört zu den Erfahrungen, die die Bad Eilser Feuerwehr 2015 wieder machen mussten. Es gab auch Brände, die durch einen defekten Kamin oder durch einen Toaster ausgelöst wurden.

 Keine Freude bereiten auch die 41 Fehlalarme, die vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen und in einer Flüchtlingsunterkunft ausgelöst wurden. Da kommen viele überflüssige Einsatzstunden zusammen. Bisher werden für jeden Fall 180 Euro berechnet.

 Das soll geändert werden. Die Verwaltung will die Satzung, die noch aus der Zeit der Euro-Einführung stammt, überprüfen und dem Samtgemeinderat Vorschläge für eine Anhebung der Gebühr machen. Samtgemeindebürgermeister Bernd Schönemann sieht eine solche Entscheidung als notwendig an. Bei seinen Feuerwehren wird er dafür Zustimmung finden.

 Die 24 Aktiven waren an 190 Tagen im vergangenen Jahr in irgendeiner Weise in den Dienst und Einsatz der Feuerwehr eingebunden. Weil es keine Quereinsteiger mehr gibt, ist die Ausbildung des Nachwuchses von besonderer Bedeutung. Genauer gesagt: Sie ist der Garant für den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehren.

 Schönemann und die Bad Eilser Bürgermeisterin Christel Bergmann lobten deshalb bei der Jahresversammlung im Heeßer Krug den Einsatz der Ausbilder, die sich um den Nachwuchs kümmern. Sowohl im Kurort als auch in Buchholz wird vorbildliche Arbeit geleistet.

 Die bisherige Leiterin der Kinderfeuerwehr im Kurort, Jennifer Taylor, musste aus beruflichen Gründen diese Aufgabe abgeben. Sie wurde vom Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote lobend erwähnt. Ihre Nachfolgerin ist Jessica Schrader.

 Grote lobte ebenso die Ausbildungsbereitschaft der Aktiven. Leider konnten diesmal nur etwa 50 Prozent der beantragten Lehrgänge zugewiesen werden, weil Räumlichkeiten der niedersächsischen Ausbildungszentrale zeitweise von Flüchtlingen belegt waren. Im neuen Jahr gebe es aber eine deutlich höhere Zuweisungsrate, versprach Grote.

 Schönemann wies darauf hin, dass die Planung für den Bau einer seitlich offenen, aber überdachten Garage neben dem Gerätehaus abgeschlossen sei. Bei günstigem Wetter werde mit dem Bau begonnen. Untergebracht wird dort der Mannschaftstransporter, der vor allem für die Jugend- und Kinderwehr angeschafft wurde. Dieses gebrauchte Fahrzeug ist auch eigens für diese Zwecke hergerichtet worden.

 Samtgemeindebrandmeister Hartmut Krause ging auf die von dieser Zeitung bereits behandelte Einsatzstatistik der Wehren im Bereich der Samtgemeinde ein. Er dankte der Ortsfeuerwehr für ihren Einsatz und für ihr Engagement. Der Kurort mit seinen zentralen Einrichtungen stelle immer besondere Anforderungen an den Brandschutz.  sig

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