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Auflagen: Diffiziles Arbeiten im Untergrund

Bad Eilsen / Sanierungen Auflagen: Diffiziles Arbeiten im Untergrund

Das Sanieren der Schmutz- und Regenwasserkanalisation im sensiblen Bereich des Kurparks in Bad Eilsen steht vor dem Abschluss. Für diese Maßnahme sind im Vorfeld Gesamtkosten in Höhe von 160.000 Euro veranschlagt worden.

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Neue Kunststoffrohre ersetzen die alten Steinrohre.

Quelle: thm

Von Thomas Meinecke. Wie Befahrungen mit Videokameras ergeben haben, hat der Zahn der Zeit erheblich an den alten Rohren genagt. Diese führen von den rund um den Kurpark gelegenen alten Großgebäuden entweder in eine große Schmutzwasserleitung, die in der Harrlallee liegt, oder aber direkt in den im westlichen Teil des Kurparks verlegten Hauptsammler für Abwasser.

 Ein erhebliches Maß an Fingerspitzengefühl ist seit dem vergangenen Juli nötig gewesen, um das marode Kanalsystem reparieren zu können. Die Arbeiter des mit der Ausführung beauftragten Tiefbauspezialisten Schweerbau mit Sitz in der Kreisstadt Stadthagen haben im Kurpark beileibe nicht nach Belieben schalten und walten können. Der Grund sind die strengen Auflagen des Denkmalschutzes, die für weite Flächen des Kurparks gelten. Sämtliche alten Bäume stehen unter Schutz, auch Gebäude wie der Fürstenhof, das Georg-Wilhelm-Haus sowie das Ensemble aus Kursaal und Kurtheater sind geschützt, und auch Bauwerke wie beispielsweise der Tuffsteinbrunnen und die Auebrücke unterliegen den Schutzbestimmungen.

 Derzeit wird das Rohrsystem in einem Bereich erneuert, der von der Bahnhofstraße her zwischen dem Georg-Wilhelm-Haus auf der einen Seite und dem Kursaal auf der anderen hindurchführt und letztlich in das Rohr in der Harrlallee mündet. Auch das Haus Harrlallee Nr.2 ist an diesen Kanal angeschlossen worden, dazu musste das Rohr um das Alpinum herum verlegt werden.

 Wie diffizil sich die Arbeiten teilweise gestaltet haben, führt eine besondere Lage in Höhe der denkmalgeschützten Musikmuschel vor Augen. Dort ist ein Abwasserrohr unterirdisch unter dem geschützten Baukörper hindurchgeschossen worden. Und wo immer es möglich gewesen ist, sind die defekten Rohre im sogenannten Inliner-Verfahren repariert worden. Dabei wird ein Kunststoffrohr in das zwar marode, aber noch nicht völlig kollabierte Betonrohr eingezogen.

 Bernd Schönemann als Bürgermeister der Samtgemeinde lobt die Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung (Eigentümer Fürstenhof und Badehotel) sowie der Steuerakademie Niedersachsen (Eigentümer Georg-Wilhelm-Haus): „Das hat alles vorzüglich geklappt.“ Die Gesamtkosten von veranschlagt 160.000 Euro werden unter diesen drei Bauherren nach einem speziellen Schlüssel aufgeteilt.

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