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Aus New York nach Bad Eilsen

Bad Eilsen / Musical Aus New York nach Bad Eilsen

Das Musical, das die alternde Diva Operette verdrängte, hat sich längst breit gemacht auf den großen Konzert- und Theaterbühnen der Welt.

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Temperament und Lebensfreunde im Kursaal: Szenen aus „Catch me if you can“.

Quelle: sig

Bad Eilsen (sig). Wie umfangreich, wie wirbelnd temperamentvoll, rockig und andererseits zugleich auch gefühlvoll und einschmeichelnd die Kompositionen sein können, das erlebten am Sonnabend zahlreiche Augen- und Ohrenzeugen der „Musical Night“ im Kursaal.

 Was die fünf Solisten in ihrem dreistündigen Programm den begeistert mitgehenden Besuchern boten, das war Spitze und alles andere als abgestandene musikalische Konservenkost. Dieses mehrgängige Menü wurde zubereitet von einem Gesangsquintett internationaler Klasse und einer Liveband, die ihr Metier glänzend beherrschte, sich feinfühlig zurücknahm, wenn es notwendig war, und bei Bedarf auch ihre volle Kapazität zeigte.

 Mit Körpereinsatz mischten sich die Musiker dann zwischen ihre singenden Kollegen und zeigten teilweise artistische Einlagen, ohne den Kontakt zu ihrem Instrument zu verlieren. Man spürte: Da stimmte die Chemie, aber ebenso auch die Choreografie, die Gestik und das gesamte Arrangement.

 Dieses Genre erscheint einem zuweilen noch recht jungfräulich, aber inzwischen verfügt das Musical doch bereits über eine 55-jährige Musikgeschichte. Und das wird auch am Querschnitt des Publikums deutlich. Das Musical hat längst Besitz ergriffen von allen Situationen und Ereignissen des menschlichen Alltags. Da stehen nicht mehr Fürsten, Grafen, Komtessen und anderer Vertreter einer gehobenen Gesellschaftsschicht im Mittelpunkt. Stattdessen spiegelt sich in den Inhalten die ganze Bandbreite aktuellerer Lebensformen wider, sogar übertragen auf die Tierwelt wie bei „Cats“ und „König der Löwen“. Selbst berühmte Eisenbahnen werden, so bei „Starlight Express“, ins Blickfeld gerückt.

 Axel Törber ist einer der Männer, der bei seiner „SET Musical Company“ die Chance ergriffen hat, mit einer Auswahl von Musicalstars auf Tournee zu gehen. Die meisten seiner Künstler haben bereits zahlreiche Hauptrollen gespielt und erfüllen stimmlich wie auch darstellerisch hohe Ansprüche.

 Und weil noch immer neue Musicals geschrieben werden, wird das Angebot dieses Ensembles auch laufend aktualisiert. Diesmal gab es Hits aus 15 Bühnenwerken zu hören. Das Angebot reichte von „A Chorus Line“ über „The Fantasticks“, „The Rocky Horror Show, „Evita“, „Das Phantom der Oper“ und „König der Löwen“ bis zu den Ohrwürmern von „Mamma Mia“. Besonders zeitnah war der Auftritt des verblüffend gut getroffenen Udo-Lindenberg-Doubles aus der Ost-West-Liebesstory „Hinterm Horizont“. Dieses Musical wurde erst 2011 in Berlin uraufgeführt.

 Bei der Gala im Kursaal wurde wieder einmal deutlich, wie viele der durchweg live dargebotenen Melodien inzwischen Kultstatus erworben haben. Als eine Wohltat haben es die meisten Besucher empfunden, dass auf zusätzliche Lichteffekte verzichtet wurde, die nur die Konzentration auf die Interpreten und ihre Auftritte gestört hätten.

 Moderator Axel Törber, der gleichzeitig Schlagzeuger, Arrangeur und Musikmanager ist, sorgte zwischen den überwiegend spritzigen und zuweilen sogar überschäumend temperamentvollen Darbietungen für Verschnaufpausen, sinnvoll für Zuhörer und Akteure.

 Wie hochkarätig dieses Gesamtangebot ist, wissen seit Jahrzehnten auch die Kreuzfahrer auf der berühmten „MS Europa“, weil das Ensemble dort regelmäßig auftritt. Sogar „Kaiser“ Franz Beckenbauer hat für die „Musical Night“ eine Begegnung mit zahlreichen VIPs aus Sport, Wirtschaft und Politik organisiert. Schließlich ist auch er sehr auf positive Schlagzeilen bedacht.

 Und die hat dieses Ensemble zweifellos auch nach dem Auftritt in Bad Eilsen verdient. In diversen Rollen und immer wieder neu kostümiert sorgten für beste Unterhaltung Corie Towsend aus New York, Alexandra Gentzen aus Bielefeld und die Amerikanerin Tracy Plester sowie Simon Tunkin aus London und der Italiener Delmos Virgillito.

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