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Aus verhindert

Bad Eilsen / Schützenverein Aus verhindert

Er stand kurz vor dem freien Fall, kann sich aber noch aus eigener Kraft retten: der Schützenverein Bad Eilsen, der seit 60 Jahren besteht.

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Jan-Philipp Feisel

Quelle: pr.

Bad Eilsen (möh). Nachdem der Klub seit Monaten vergeblich einen Chef gesucht, der Restvorstand sich am vergangenen Sonnabend nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung gestellt und Schatzmeister Harald Niemann erklärt Hatte, der Klub müsse vielleicht aufgelöst werden, wenn nicht wenigstens ein geschäftsführender Vorstand gefunden werde, ging ein Ruck durch die Versammlung. Ergebnis nach langem Hin und Her: Harald Niemann übernahm die Position des Vorsitzenden, Stellvertreter ist Jan-Philipp Feisel.

 Schießsportleiterin wird Tina Niemann, die auch den Posten der Jugendwartin besetzt. Als Schriftführer stellt sich Günter Andlefske bereit, sodass die Zukunft der Schützen zunächst gesichert ist. Lediglich die Position des Schatzmeisters ist noch offen. Der Verein ist aber zuversichtlich, für dieses Amt noch eine geeignete Person zu finden, sodass der Abfahrtstrend der Schützen gebremst wird.

 Mucksmäuschenstill war es im Schützenhaus, als Niemann verdeutlichte, was auf den Verein zukommt, wenn kein Vorstand gefunden wird oder nicht wenigstens drei von fünf Ämtern besetzt werden. Dann müsse, da der Verein noch Schulden habe, das Amtsgericht eingeschaltet werden, das einen Notvorstand installiere, der wiederum innerhalb von sechs Wochen einen Vorstand finden müsse. Gelinge dies nicht, müsse die Auflösung eingeleitet werden. Ein Szenario, das die Schützen aufrüttelte.

 Unter Leitung des CDU-Ratsherrn und Ex-Schützenkönigs Rolf Prasuhn gelang es doch noch, einen Vorstand zu installieren. Für die Wahl des Schießsportleiters stellten sich sogar zwei Personen zur Verfügung.

 Auch wenn die Schützen jetzt einen intakten Vorstand haben, sieht die Lage des Vereins prekär aus. Niemann erklärte, dass die Zahl der Mitglieder von 190 im Jahre 2005 auf aktuell 121 gesunken sei. Auch das Durchschnittsalter sei hoch – zum Beispiel seien 70 Prozent der Mitglieder älter als 45 Jahre. Der Verein müsse sich bewegen und speziell Angebote für Senioren und den Nachwuchs machen. Er denke an mehr „Action“ für die Jugend und Kaffeefahrten für die Älteren. Nur so könnten die Schützen Mitglieder halten und langfristig neue gewinnen. Finanziell, so Niemann, habe der Verein aktuell keine Sorgen. Um aber nicht noch ein Minus verkraften zu müssen, finde in diesem Jahr kein Schützenfest statt. 2010 habe der Verein gerade mal ein Plus von 200 Euro erzielt.

 Negativ war auch der Bericht der Schießsportleiterin Christina Wagner. Sie betonte, dass seit einigen Jahren immer weniger Schützen zu den Trainingsabenden kämen. Jetzt sei die Lage dramatisch geworden. Sie persönlich habe den Eindruck, dass fast niemand in diesem Verein Lust und Spaß am Schießen oder auch an der Geselligkeit habe. Auch dem Gästeschießen sei die Zahl der Teilnehmer gesunken. Pro Abend habe man durchschnittlich nur neun Personen verzeichnet. Wagner: „Und das sind natürlich viel zu wenig.“

 Übrigens: Am Rande der Versammlung wollten einige das generelle Problem der Schützen ausgemacht haben. Hinter vorgehaltener Hand sprachen sie davon, dass einige Personen „immer gegen alles“ seien und es begrüßen würden, „wenn der Verein an die Wand gefahren wird“.

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