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Bauausschuss begutachtet Mängel

Bad Eilsen Bauausschuss begutachtet Mängel

Am Rande der Tagesordnung angesprochen worden ist das Thema seit einiger Zeit immer wieder mal. „Wir müssen da mal was machen.“ Oder: „Wir sollten uns das jetzt mal anschauen.“ Zum Anschauen ist es am Dienstagnachmittag gekommen. Mitglieder des Bauausschusses machten sich ein Bild vom zunehmenden Handlungsdruck in einem Teilbereich der Höhenstraße in Bad Eilsen.

Bad Eilsen. Oberhalb der Nordwestecke des Bergkurparks drückt der Hang talwärts, schiebt Bürgersteig und Fahrbahn regelrecht vor sich her. Etwas machen muss man, das war allen schnell klar. Nur was? Das ist bislang weiter offen.

Gemeindedirektorin Svenja Edler führte die Politiker zum Ort, an dem Ungemach droht. Schon aus einiger Entfernung offenbart die dellenförmige, hangabwärts weisende Ausbuchtung im Verlauf des Bürgersteigs, mit welcher Kraft der nördlich der Straße sich erhebende Ausläufer des Bückeberges dort nach unten strebt. Auch die Asphaltdecke der Fahrbahn ist in diesem Bereich durch die Schiebekräfte erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Der Problemdruck wird nach Süden hin, also auf der fahrbahnabgewandten Seite des Fußweges, von einer mannshohen Hecke verdeckt. Zieht man das Blattwerk etwas zurück, offenbart sich das Ausmaß des Schadens. Unmittelbar neben dem Gehweg fällt das Gelände steil um etwa fünf bis sechs Meter zum Bergkurpark hin ab. Gegen das Abrutschen gesichert wird dieser Hang mit einer Spundwand.

Wie das Problem lösen? Dazu hatte die Verwaltung eine erste Expertise eingeholt. Der Vorschlag zielt darauf ab, Straße und Bürgersteig gegen die Hangbewegung mit dem Einbau von Winkelstützen abzusichern. Das sind L-förmige Beton- oder Stahlelemente. Deren aufrecht stehender Teil verhindert die Seitwärtsbewegung, in diesem Fall von Gehweg und Straße. Die Winkelstütze kann nicht umkippen, weil auf deren liegendem Schenkel Gewicht lastet, das das Umkippen verhindert – in diesem Fall wiederum Fußweg und Fahrbahn. Umkippen können die Winkelstützen also nicht, aber mit dem Hang weiter talwärts rutschen. Was an der Höhenstraße vernachlässigbar wäre, solange die Winkelstützen von der erwähnten Spundwand als Widerlager abgefangen werden.

Wann die Bohlen besagter Stützwand einmal ins Erdreich gerammt worden sind, vermag heute niemand mehr zu sagen. „Vermutlich in den sechziger Jahren“, meinte ein Politiker. Der oberirdisch sichtbare Teil der fingerdicken Stahlelemente jedenfalls ist heutzutage vollständig durchkorrodiert. Im zerfressenen Rost klaffen sogar schon zentimetergroße Löcher.

Dieses sehend, wurde den Anwesenden schnell klar, dass der auf die Winkelstützen zielende Lösungsvorschlag nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Rolf Prasuhn (CDU): „Ich glaube nicht, dass Winkelsteine zielführend sind.“ Er schlug vor, eine zweite Meinung einzuholen. Eventuell sei es ja auch möglich, hangaufwärts unmittelbar vor der alten eine neue Spundwand einzuziehen. „Dann müsste das halten.“ Dieser Betrachtung folgte SPD-Sprecher Manfred Kühn. „Vielleicht noch zwei Vorschläge, dann können wir den günstigsten auswählen.“ Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass nach der Hangsicherung Fahrbahn und Bürgersteig wieder hergestellt werden. thm

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