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„Beim Klinikum überwiegen die Vorteile“

Bad Eilsen / IGEL „Beim Klinikum überwiegen die Vorteile“

„Es hat sich bewährt, dass man keine Entscheidungen ohne den Bürger treffen kann“, hat Paul Mühe senior bei der Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft zur Förderung und Erhaltung der Lebensqualität in der Samtgemeinde Eilsen im „Haus des Gastes“ erklärt.

Bad Eilsen (sig). Der IGEL-Vorsitzende zielte damit in erster Linie auf die Beteiligung mindestens eines Führungsmitgliedes seiner Gemeinschaft an den öffentlichen Rats- oder Ausschusssitzungen. „Wir sind keine Wutbürger wie in Stuttgart, auch keine Interessengemeinschaft von Egoisten, aber am Gemeinwohl interessierte Bürger, die ihre Meinung sagen.“

Im Verlauf der Sitzung ging der Vorsitzende nochmals auf den Anlass zur IGEL-Gründung ein: Das war der einst im Bereich der A 2 geplante Autohof, gegen dessen Ansiedlung man sich mit Erfolg gewehrt habe. Man werde auch bei weiteren ähnlichen Versuchen wachsam bleiben, versicherte Mühe. Gegen alle Diffamierungsversuche werde man sich zur Wehr setzen.

Bei einem Gespräch im Vorfeld der Kommunalwahlen hatte sich IGEL über die Zielsetzungen der Parteien für die nächste Ratsperiode informiert. Der Bau des zentralen Schaumburg-Klinikums in Vehlen wird von IGEL positiv gesehen. Mühe: „Es wird zusätzlichen Verkehr geben, das ist nicht zu leugnen. Aber die Vorteile dieses Projektes sind auch nicht zu übersehen. Zahlreiche heimische Einrichtungen werden davon profitieren, unter anderem die Altenheime, Apotheken und Arztpraxen – und zudem bietet unsere Region einen attraktiven Wohnstandort.“

IGEL erwartet zudem, dass im Zuge des Klinik-Baues auch die L 451 in dem maroden Teilabschnitt durch Ahnsen gründlich saniert wird. In diesem Bereich müssten schließlich auch die neuen Versorgungsleitungen verlegt werden. Zustimmend äußerte sich Paul Mühe ebenso zu den geplanten Stellplätzen für Campingfahrzeuge bei der Remise in Bad Eilsen. Allerdings dürfe man die Hochwassergefahren durch die Aue nicht außer Acht lassen.

Zustimmung kommt von IGEL darüber hinaus zu den Bemühungen, in Luhden weitere Gewerbebetriebe anzusiedeln. Die Einrichtung einer Spielhalle in der Ortsmitte habe dagegen erfreulicherweise verhindert werden können. Außerdem wird die geplante Vergrößerung des Golfplatzes befürworte; dafür hoffe man auf erfolgreiche Grundstücksverhandlungen.

In Heeßen freut sich IGEL auf die Erneuerung der Schulstraße. „Einwände unserer Initiative gegen eine Solaranlage auf Stelzen oberhalb der Shell-Tankstelle nördlich der Bundesstraße 83 gibt es nicht“, so Mühe. Schließlich müsse der Strom ja irgendwo herkommen. Dass sich die Buchholzer weiterhin energisch gegen die Lärmbelästigung von der Autobahn stemmen, könne man nachvollziehen. Von dortigen Verbesserungen würden auch die Gemeinden Luhden und Heeßen profitieren.

Der IGEL-Vorstand geht davon aus, dass aus der Samtgemeinde in nicht allzu ferner Zeit eine Einheitsgemeinde wird. Regionale Zusammenschlüsse seien im Vormarsch.

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