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Benefizkonzert für Tschernobyl

Bad Eilsen Benefizkonzert für Tschernobyl

Die Zeit ist schnelllebig. Täglich stürmen neue Nachrichten, Eindrücke und Emotionen auf die Menschen ein. Da fällt es schwer, die Übersicht zu behalten und Prioritäten zu setzen. Die Tschernobyl-Arbeitsgemeinschaft der Kirchengemeinde Bad Eilsen liefert den Beweis, dass es doch geht. Wie jetzt beim Benefizkonzert in der Christuskirche.

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Für einen musikalischen Genuss in der Vorweihnacht sorgen die „Bückeburger Jäger“ mit ihrem Dirigenten Sven Schnee.

Quelle: sig

Bad Eilsen. Seit nunmehr 24 Jahren führt sie einen erfolgreichen Kampf gegen das Vergessen, das den noch immer schrecklichen Folgen des Reaktorunglücks droht. Es ist eben nicht so, dass nur eine Generation alles damit verbundene Leid ertragen muss. Im Einzugsgebiet von Tschernobyl ist die Krebsrate immer noch besonders hoch. Der autoritär geführte Staat Weißrussland (Belarus) ist längst nicht in der Lage, alles Notwendige für seine Bürger zu leisten. Auch die Hilfe aus Deutschland hat nachgelassen.

Aber die Bad Eilser Arbeitsgemeinschaft gibt da ein sehr positives Beispiel ab. Sie macht weiter und findet noch immer ihre Unterstützer. Dazu gehören unter anderen das Blasorchester „Bückeburger Jäger“ und der Gemischte Chor Eilsen, die sich am dritten Advent zu einem weiteren Benefizkonzert in der Christuskirche trafen.

In dem weihnachtlich geschmückten Gotteshaus hatten sich so viele Besucher eingefunden, dass man hätte meinen können, es sei bereits Heiligabend. Der Altarraum war schon recht eng geworden für die große Schar der Musiker, die dort Platz nehmen musste. Von dort entwickelte sich ein munteres Wechselspiel zwischen dem Orchester und dem Chor, der auf der gegenüberliegenden Empore Platz genommen hatte.

Die Auswahl der Stücke war miteinander abgesprochen worden. Sie war anspruchsvoll, konzertant, aber auch weihnachtlich-volkstümlich. Dirk Hasse moderierte für die „Bückeburger Jäger“, Ulrike Köhler für den Chor.

Jäger-Dirigent Sven Schnee hatte sich für eine Reihe von großartigen Kompositionen entschieden, die auf dem ganzen Globus gehört werden. Dazu zählte zum Beispiel Bert Kaempferts „Wonderland by night“, eine echte Herausforderung an die Trompetensolisten, und „White Christmas“ von Irvin Berlin. Am Schluss begab sich auch der Chor zum Altarraum, um gemeinsam mit dem Orchester das fröhlich-schwungvolle „Jingle Bells“ anzustimmen und zum Ausklang die beiden deutschen Weihnachtslieder „Stille Nacht“ und „O, du fröhliche“ anzustimmen.

Superintendent Reiner Rinne verteilte Blumen an Sven Schnee und Ulrike Köhler und dankte dem jungen Sprecher der Tschernobyl-AG, Ingmar Everding, für dessen Einsatz. Everding und Bürgermeisterin Christel Bergmann berichteten über die anstehenden Aufgaben im weißrussischen Patendorf Swonez.

Eine tolle Nachricht gab es noch zum Abschluss: An dem Abend wurden acht Paten zur Unterstützung von krebskranken Kindern aus Swonez gefunden. sig

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