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Benefizkonzert zugunsten der Tschernobylhilfe

Kirchengemeinde Bad Eilsen Benefizkonzert zugunsten der Tschernobylhilfe

Die einst von Friedrich Winkelhake ins Leben gerufene Arbeitsgemeinschaft für die Kinder von Tschernobyl ist ein Vorzeigeprojekt der evangelischen Kirchengemeinde Bad Eilsen. Das bewies das Benefizkonzert, zu dem auch in diesem Jahr das Blasorchester Bückeburger Jäger und der Gemischte Chor Eilsen beigetragen haben.

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Dirigent Sven Schnee mit dem Orchester Bückeburger Jäger.

Quelle: sig

BAD EILSEN. Es spricht für die Beharrlichkeit, aber auch für die Weitsicht dieser Gemeinschaft, dass sie ihre Hilfe nicht einfach einstellt, weil das Reaktorunglück schon drei Jahrzehnte zurückliegt. Die Folgen solcher atomarer Katastrophen sind leider unübersehbar langlebiger. Das haben offenbar viele andere Organisationen verdrängt, die sich inzwischen zurückgezogen haben. Ganz im Gegensatz dazu hat die Eilser Tschernobylhilfe ihre Unterstützung nicht zurückgefahren oder gar beendet, sondern sogar erweitert. Darüber berichteten der Sprecher der AG, Diakon Ingmar Everding, und die in diesem Gremium engagiert mitarbeitende Bürgermeisterin Christel Bergmann im Rahmen des Benefizkonzertes.

Es ist beispielhaft, was in dem weißrussischen Patendorf Swonez alles für die Verbesserungen der Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen bereits getan wurde. Ein zusätzliches Feld war zuletzt die Übernahme von Patenschaften für Kinder, die in der verstrahlten Region an Krebs erkrankt sind. Mit 100 Euro im Jahr lässt sich schon einiges bewirken, vor allem bei der Versorgung mit Medikamenten.

Everding informierte die Zuhörer darüber, dass die Tschernobylhilfe 2017 ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Das soll dann auch mit besonderen Veranstaltungen begangen werden. Das Programm wird noch vorbereitet. Der Diakon bat aber bereits wieder um die Unterstützung bei der Aufnahme von Ferienkindern aus Swonez im kommenden Sommer.

Ehrenamtliche Helfer geben alles

Was alles bisher von der Arbeitsgemeinschaft geleistet wurde, war zahlreichen Bild- und Texttafeln zu entnehmen, die im Anschluss im Kirchenraum ausgestellt wurden.

Geradezu vorbildlich war auch wieder der Einsatz aller ehrenamtlichen Helfer bei der Organisation des Konzertes am Vorabend des dritten Advents. Es wurden eigens Tische und Stühle herbeigeschafft, um mehr Atmosphäre für ein geselliges Miteinander zu schaffen. Dazu gab es Snacks und Getränke (sogar Glühwein). Für den Service hatten sich zahlreiche junge Menschen zur Verfügung gestellt. Und nach dem Konzert musste alles für den Gottesdienst am nächsten Tag wieder hergerichtet werden.

Die musikalischen Beiträge waren zwischen Orchester und Chor gut abgestimmt worden. Die von Ulrike Köhler geleitete Singgemeinschaft konzentrierte sich auf klassische Weihnachtslieder. Die Jäger streuten einige Melodien ein, die kompositorische Höhepunkte sind. Dazu gehörten zum Beispiel Frank Sinatras „My Way“, „What a wonderful world“ mit dem Dirigenten Sven Schnee als Saxofon-Solisten und dem mitreißenden „Highland Cathedral“, das fast den Rang einer schottischen Hymne hat.

Der Orchesterchef Dirk Hasse sorgte für eine launige, aber auch informative Moderation. Pastor Hendrik Blank schloss das stimmungsvolle Konzert mit einer Andacht. sig

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