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Botschaft ist aktueller denn je

Nachmittagsgottesdienst an Heilig Abend Botschaft ist aktueller denn je

Kein Schnee weit und breit, nur nasskalter Nieselregen. Und dennoch zog es viele Familien zum Nachmittagsgottesdienst vor dem Beginn des Heiligen Abends in die im Lichter- und Kerzenglanz erstrahlende Christuskirche.

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Mit Kleidern, Stern und Kronen: Die Kinder sind für das Krippenspiel stilecht ausstaffiert worden.

Quelle: sig

Bad Eilsen.. Irgendwie spürte man, dass besonders die jungen Besucher von innerer Unruhe gepackt waren. Das Geschehen der Heiligen Nacht, nachgespielt von ihren Altersgenossen, dazu der Orgelklang und die festlichen Lieder – das beeindruckt Millionen von Menschen jede Weihnachten immer wieder aufs Neue. Und für diese Augenblicke tritt dann auch die Vorfreude auf die Geschenke, die daheim unter dem geschmückten Tannenbaum liegen, in den Hintergrund.

 Wilma Kolbe und Christa Rinne, die sich in der Christuskirche um das Einstudieren des Krippenspiels gekümmert haben, kennen die Aufregung der kleinen Darsteller. Und deshalb muten sie ihnen auch keine umfangreichen Texte zu. Das übernahmen überwiegend Chormitglieder und Engel. Dazu verlas Conny Everding die biblische Weihnachtsgeschichte, die sich vor mehr als 2000 Jahren ereignet hat, aber für die Christen auch noch in den kommenden Jahrtausenden lebendig bleiben wird.

 Und wer dieses Geschehen richtig verinnerlicht hat, der weiß, dass Adventskränze und Weihnachtsbäume ebenso wie Engelspyramiden und Nussknacker zwar zur festlichen Stimmung beitragen, aber eben nur dekoratives Beiwerk sind; entscheidend ist allein die Botschaft von Christi Geburt.

 Auch Superintendent Reiner Rinne bezeichnete das in seiner auf den Kern des Festes ausgerichteten Predigt als einzigen und wahren Grund dafür, dass wir Weihnachten feiern. In der Tierwelt mögen darüber, so der Seelsorger, ganz unterschiedliche Ansichten herrschen. Und er nannte einige Beispiele, die sich sicherlich auch auf Menschen übertragen lassen: Der Eisbär dürfte sich auf Schnee freuen, der Fuchs auf einen Gänsebraten, der Pfau auf ein neues Kleid, die Elster auf viel Schmuck und dergleichen mehr.

 Der Theologe fügte abschließend hinzu: „Und wenn Gott (durch Christus) selbst Mensch geworden ist, dann können doch auch wir menschlicher miteinander umgehen.“ Und er meinte damit auch den Umgang mit den Menschen, die derzeit als heimatlos gewordene Flüchtlinge zu uns kommen und die alles aufgegeben haben, um überleben zu können. Es ist fast 70 Jahre her, dass Millionen Deutsche das gleiche Schicksal durchgemacht haben. Leider scheinen das selbst einige von ihnen inzwischen vergessen zu haben, hieß es.

 Dabei gilt: Die Weihnachtszeit steht im Zeichen eines großen Geschenks, das Gott den Menschen gemacht hat. Und seine Nähe und Gegenwart sollen deutlich machen, dass er keinen Unterschied kennt – weder in der Hautfarbe noch in der Herkunft. Vor ihm sind alle Menschen gleich – und diese Botschaft sollte Zugang in alle Herzen finden. sig

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