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Buddeln für's schnelle Internet

Baustellen Buddeln für's schnelle Internet

In Luhden, Bad Eilsen und Ahnsen wundern sich derzeit Bewohner über die vielen kleinen Baustellen vor ihrer Tür.

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Wie an der Neumühlener Straße in Ahnsen wird auch in anderen Bereichen des Ausbaugebietes vorgegangen: Neue Verteilerkästen (links) ersetzen oder ergänzen die Schaltschränke (rechts).

Quelle: kk

Eilsen. Hier werden Gehwegplatten aufgenommen, dort schmale Gräben am Straßenrad gezogen. Des Rätsels Lösung: Die Telekom hat damit begonnen, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, um demnächst weite Teile Bad Eilsens, Ahnsens, Heeßens und Luhdens mit schnellem Internet zu versorgen. Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabits pro Sekunde (MBit/s) beim Herunterladen sollen ermöglicht werden. Dazu werden entlang einiger Straßen Glasfaserkabel verlegt.

Von der Luhdener Dorfstraße bis zur Theodor-Heuss-Straße in Ahnsen erstreckt sich das Ausbaugebiet. Es werden möglichst vorhandene Rohre im Bürgersteig genutzt, um die Erdarbeiten zu begrenzen. Wo dies nicht möglich ist, werden neue Leitungen rund 60 Zentimeter unter die Erde gebracht.

Die von der Telekom beauftragten Tiefbaufirmen sind in Luhden und Ahnsen mit den Arbeiten schon gut vorangekommen, die Baugruben sind zum größten Teil schon wieder verschlossen. Gearbeitet wird jetzt an den sogenannten Multifunktionsgehäusen (MFG), den bekannten großen grauen Verteilerkästen am Straßenrand. Diese werden durch neue Glasfaserkabel verbunden. Von dort führen allerdings weiterhin Kupferkabel in die Häuser. Wo die MFG nicht umgerüstet werden konnten, wurden bereits neue größere Schaltkästen installiert. An einigen Kästen wie zum Beispiel an der Neumühlener Straße in Ahnsen machen derzeit magentafarbene Hutzen auf die Arbeiten aufmerksam. Telekom-Slogan: „Wir investieren in das Netz der Zukunft.“

Als Nächstes sollen die Umrüstungsarbeiten in Bad Eilsen und Heeßen an Fahrt aufnehmen. Auch dort sind (meist) kleinere Tiefbauarbeiten erforderlich. Bis Ende Oktober sind Genehmigungen für diese Bauarbeiten bei der Samtgemeinde eingeholt worden.

Geschwindigkeiten bis zu 100 MBit/s

Ab Ende des Jahres sollen die Kunden nach Angaben der Telekom von der Netzmodernisierung profitieren können. In weiten Teilen Bad Eilsens, Ahnsens, Heeßens und Luhdens soll die Vectoring-Technik Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s möglich machen. Wie das Unternehmen auf Nachfrage mitteilte, sollen die Kunden die neuen schnellen Anschlüsse ab Dezember buchen können. Schon jetzt wurde unter der Rufnummer (0800) 3303000 eine kostenlose Info-Hotline eingerichtet.

Viele Haushalte möchten nicht mehr allein Internet und E-Mails nutzen, sondern auch über Datenleitung Fernsehen schauen oder Filme herunterladen. Wer nur einen normalen DSL-Anschluss hat, muss sich dafür sonst in Geduld üben. Doch schnelles Internet wird nicht nur von Privatkunden nachgefragt, sondern ist heute ein wichtiger Standortfaktor bei der Ansiedlung von Gewerbebetrieben. Inzwischen achten nicht nur Firmen, die große Datenmengen zu übertragen haben, auf hohe Übertragungsgeschwindigkeiten. „Unser Ziel ist es, so viele Anschlüsse wie möglich in Eilsen mit VDSL-Geschwindigkeit zu versorgen“, sagt Jan Helms, kommunaler Ansprechpartner der Telekom.

Technisch funktioniert es so: Entlang einiger Straßen werden neue Glasfaserleitungen verlegt, die hohe Übertragungsgeschwindigkeiten erlauben. Diese führen zu den MFG. Von denen laufen Kupferkabel in die Wohnungen der Kunden. Diese herkömmlichen Kabel werden jedoch mit spezieller Technik, dem Vectoring, fit für hohe Übertragungsgeschwindigkeiten gemacht, indem elektromagnetische Störungen in der Kupferleitung beseitigt werden.

Wer kann von der neuen Technik profitieren? Zunächst erst einmal Telekom-Kunden im angrenzenden Bereich, die ihre Verträge und Tarife entsprechend anpassen und die Umstellung beantragen. Wer bei einem anderen Internetanbieter ist, sollte sich dort direkt über die Möglichkeiten informieren: Viele Anbieter mieten nämlich bei der Telekom Kapazitäten an und bieten so auch ihren Kunden schnelle Technik.

Vergleichbare Netze hatte die Telekom bereits in anderen Teilen der Samtgemeinde sowie in Obernkirchen, Bückeburg und Rinteln verlegt. kk

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