Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Wer übernimmt Patenschaften?

Cafe International offenbar etabliert in Bad Eilsen Wer übernimmt Patenschaften?

Das „Café International“ als Begegnungsplattform für Flüchtlinge und Einheimische scheint sich etabliert zu haben. Während zu den ersten Treffen die Migranten mehr oder weniger geholt werden mussten, scheint sich diese Veranstaltung zu einem Treffen zu mausern, von der beide Seiten profitieren.

Voriger Artikel
Eingeschworene Gemeinschaft
Nächster Artikel
Probleme bei Ausflügen

Auch Pastor Hendrik Blank (r.) nutzt das „Café International“ im Gemeindehaus zu einem informativen Gespräch mit einer Flüchtlingsfamilie.

Quelle: möh

Bad Eilsen. Zwar blickten Vertreter der sogenannten Unterstützungsgruppe zunächst skeptisch, als viele Plätze im Saal des evangelischen Gemeindehauses zunächst noch frei waren. Aber dann entspannten sich ihre Gesichter, denn neue Mitbürger und natürlich Eilser füllten schließlich das Gemeindehaus mit Leben. Motto dieses Nachmittages: „Frühling und seine Lieder.“

 Die Ehrenamtlichen der Unterstützergruppe lassen sich jeweils etwas anderes einfallen, um das „Café International“, das einmal im Monat im Gemeindehaus angeboten wird, aufzulockern. So waren jetzt Mitglieder des Gemischten Chores Eilsen unter der Leitung von Ulrike Köhler gekommen, um gemeinsam mit den Flüchtlingen deutsche Frühlingslieder zu singen. Gemeinsam war auch wirklich das Stichwort, denn der Chor stellte sich nicht auf und gab eine Probe seines Könnens, sondern die aktiven Sängerinnen und Sänger verteilten sich an den einzelnen Tischen, um mit ihrem Können den Gesang der Männer und Frauen aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten zu unterstützen. Und alle waren unterm Strich mit ihren Gesangseinlagen zufrieden. Die „Unterstützer“ hatten einige Texte bekannter deutscher Frühlingslieder wie „Vogelhochzeit“ und „Es tönen die Lieder“ kopiert und auf den Tischen verteilt. Dennoch stellen Einheimische wie der neue Pastor Hendrik Blank fest, dass auch die Deutschkenntnisse der ausländischen Mitbürger von Mal zu Mal besser werden.

 Die Moderation des vierten „Café International“, soweit bei diesen recht unkomplizierten Treffen überhaupt notwendig, lag wieder in den bewährten Händen von Ex-Superintendent Reiner Rinne. Dieser kümmert sich trotz Ruhestand zusammen mit seiner Frau Christa noch weiterhin intensiv um das Wohl der Flüchtlinge, die zum größten Teil jetzt nicht mehr gemeinsam im Haus Berlin, sondern dezentral in den eigenen vier Wänden wohnen.

 Da die neuen Mitbürger nun nicht mehr zentral untergebracht sind, haben die Helfer nun aber mehr Probleme, den Kontakt zu den Migranten zu halten. Die Unterstützergruppe wünscht sich daher in Zukunft mehr Helfer, die jeweils für eine „fremde“ Familie eine Art Patenschaft übernehmen. Rinne: „Dann können wir auf jeden Fall eine gute Kommunikation untereinander gewährleisten.“ Und diese sei besonders wichtig, da die Unterstützer auch weiterhin Sprachkurse und Fahrten zu Arztpraxen oder Behörden anbieten und Termine manchmal kurzfristig abgesprochen werden müssten.

 Die nächsten Treffen im „Café International“ stehen bis zu den Sommerferien fest. Einheimische und Flüchtlinge kommen am Mittwoch, 11. Mai, und am Mittwoch, 8. Juni, jeweils von 15.30 bis 17 Uhr im Gemeindehaus neben der Christuskirche zusammen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg