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Aggressive Methode

Container ohne Genehmigung in Eilsen aufgestellt Aggressive Methode

Immer öfter gibt es Ärger mit Altkleidercontainern. In vielen Fällen werden diese ohne Genehmigung aufgestellt – das Sammeln von abgelegten Kleidern und Schuhen wirft nämlich enormen Profit ab.

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Mit Aufklebern erweckt der Aufsteller dieses Altkleidercontainers den Eindruck, an diesem Standort würden Altkleider und abgelegte Schuhe zu Recht gesammelt.

Quelle: möh

Bad Eilsen/Heeßen. Und je dreister diese Behälter illegal aufgestellt werden, desto lauter „schreien“ die dafür Verantwortlichen. Beispiel: „Dieser Container ist genehmigt, und wir bieten 1000 Euro Belohnung, wenn jemand uns darüber informiert, dass der Behälter aufgebrochen und die Kleidung gestohlen wurde.“

 Einer dieser „Schreihals-Container“ steht auf dem Platz vor der Gefährdetenhilfe, einem privaten Gelände. Aber wer denn nun Geld als Belohnung für seine Beobachtungen „rund um das Objekt“ einstreichen möchte, sieht sich arg getäuscht. Zwar sind auf dem Behälter jede Menge aggressiver Aufkleber, aber eine Telefonnummer oder eine Adresse des zuständigen Betreibers fehlt komplett. Einigen Anliegern ist der Behälter ein Dorn im Auge, aber der Polizei oder auch dem Ordnungsamt sind die Hände gebunden.

 Die Aufsteller dieser Container wissen genau, was sie tun müssen, um Ärger mit der Kommune und der Polizei aus dem Weg zu gehen. Diese illegal aufgestellten Behälter stehen nicht auf öffentlichem Grund und Boden, denn dann könnte die Gemeinde sie entfernen, wenn keine Genehmigung dafür vorliegt. Daher nutzen die „schwarzen Schafe“ in der Regel private Flächen oder Parkplätze vor einem Supermarkt – dort sind Ordnungsamt und Polizei machtlos.

 Mit dem Wiederverwerten abgelegter Kleidung lässt sich einiges an Geld verdienen. 350 bis 400 Euro werden schon für eine Tonne bezahlt. Viele der Altkleider landen nicht in der Wiederverwertung, sondern in Secondhandshops, in denen sie noch mehr Gewinn abwerfen, wie erst kürzlich der NDR aufdeckte, der sich intensiv mit diesem Thema beschäftigte.

 Die heimischen Einrichtungen wie das Deutsche Rote Kreuz oder der „Anziehpunkt“ in Bückeburg leiden unter den Illegalen, denn dem normalen Bürger ist es „eigentlich schnuppe“, wie er seine Altkleider entsorgt – Hauptsache, sie sind verschwunden. Der Aufsteller des Containers auf dem Platz vor der Gefährdetenhilfe signalisiert Seriosität mit zwei gelben Aufklebern in großen roten Lettern. Einmal werden 1000 Euro Belohnung versprochen für Hinweise auf Personen oder Firmen, die unberechtigt diese Behälter entfernen oder auch nur leeren.

Und dann fällt ein weiterer Aufkleber dem Betrachter sofort ins Auge. Dort steht: „Widerrechtlich dazugestellte Container werden sofort kostenpflichtig eingezogen.“ Allerdings wird nirgends erklärt, wer denn in diesem Fall was genehmigt haben soll. Außerdem findet man auf dem Behälter nirgends eine Anschrift der Firma oder eine Telefonnummer, unter welcher der Diebstahl gemeldet werden könnte. Noch keiner der Anlieger hat eine Firma beobachtet, die den Container schon einmal entleert hat. Sie vermuten, dass die Altkleider im Schutz der Nacht abgeholt werden.

 Übrigens: Der fragliche Altkleiderbehälter steht neu auf dem Gelände vor Gefährdetenhilfe, aber ist nicht neu in der Samtgemeinde. Zuvor war er auf dem Grund und Boden zwischen den Bahngleisen und der Anlieferungszone des Edeka-Supermarktes Bolinger platziert. Dort jedoch gab es keine direkte Parkmöglichkeit, die auf dem Platz vor der Gefährdetenhilfe vorhanden ist. Dort stehen seit Jahren schon die Altglascontainer, die von der Firma Tönsmeier aufgestellt wurden und entleert werden. möh

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