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„Danke für neun tolle Jahre“

Superintendent in Bad Eilsen verabschiedet „Danke für neun tolle Jahre“

„Was ist die Kirche voll“, hat sich Superintendent Reiner Rinne überrascht gezeigt. Auf der Kanzel am Altar der Christuskirche in Bad Eilsen stehend bekam er erstmals einen Überblick über die vielen Gäste, die zu seiner Verabschiedung in das Gotteshaus gekommen waren.

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Superintendent Reiner Rinne (links) und Landesbischof Karl-Hinrich Manzke vor dem Verabschiedungsgottesdienst in der Christuskirche.

Quelle: möh

Bad Eilsen. In seinem Rückblick bezeichnete Rinne die Jahre in Bad Eilsen als „mit die schönsten meines Lebens“.

 Landesbischof Karl-Hinrich Manzke, der dem neuen Ruheständler die entsprechende Urkunde überreichte und ihn offiziell aus dem Dienst „entpflichtete“, dankte ihm für die geleistete Seelsorge und hob besonders hervor, dass Rinne mit seinen Ideen und seiner Bescheidenheit immer alle Menschen erreicht habe. Natürlich hatte Manzke für Rinnes Ehefrau Christa einen Blumenstrauß parat, da sie ihrem Mann uneigennützig immer zur Seite gestanden habe.

 Den Gottesdienst umrahmten musikalisch der Posaunenchor des CVJM Bad Eilsen-Rolfshagen, der Gospelchor und der Gemischte Chor Eilsen. Annette Pflug-Herdrich spielte nicht nur auf der Orgel, sondern sang auch „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“.

 Diakon Ingmar Everding machte in seiner Begrüßung deutlich, was alle Besucher in der Kirche dachten: „Gestern haben wir noch das Weihnachtsfest gefeiert, und heute müssen wir Abschied nehmen.“ Dirk Hasse, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes, bezeichnete den Abschied als einen „denkwürdigen Tag in der schaumburg-lippischen Landeskirche“.

 Manzke erklärte, er habe sich sogar ein „wenig gefürchtet“, als der Abschied zeitlich immer näher gekommen sei. Rinne, der in den vergangenen Wochen sogar stellvertretender Landesbischof gewesen sei, habe nicht nur die Landeskirche in einigen Bereichen mitgeprägt, sondern werde ihr auch fehlen, da er doch einige wichtige Aufgaben übernommen hatte. Die Kirche habe Rinne, der in Bückeburg groß geworden sei und nach seinem Theologiestudium sein Vikariat unter dem damaligen Landesbischof Johann Gottfried Maltusch angetreten habe, viel zu verdanken.

 Der scheidende Superintendent dankte der Gemeinde, die ihn mit viel Herzlichkeit als neuen Seelsorger aufgenommen habe, „für die tollen neun Jahre hier in Bad Eilsen“. Seine Frau und er hätten sich nie alleingelassen gefühlt, zumal ihm auch nicht alles gelungen sei, was er sich vorgenommen hatte. „Denn es gab auch Konflikte, Versagen und richtige Pleiten.“ Er sei stolz, Pastor dieser großartigen Kirchengemeinde, die über 50 feste und 100 ehrenamtliche Mitarbeiter in ihren Reihen habe, gewesen zu sein. Er dankte auch seinem Vorgänger Hans-Peter Fiebig und Pastor Lutz Gräber sowie Diakon Everding, mit denen er stets bestens zusammengearbeitet habe.

 Rinne bedauere es, dass in seiner Zeit die Gemeinde um 500 Seelen kleiner geworden sei. Einige seien verstorben, andere ausgetreten, und viele wollen nicht mehr eintreten. Trotz allen Einsatzes sei es seinem Team und ihm einfach nicht gelungen, diesen Trend zu stoppen und umzudrehen. „Aber wir müssen lernen und akzeptieren, dass viele Leute dem Glauben und der Kirche nicht mehr trauen.“

 In seinen Abschiedsworten dankte Rinne aber auch seinen „Brüdern und Schwester im Amt“ in den Nachbargemeinden, mit denen er immer sehr gut und intensiv zusammengearbeitet habe, und vor allem dem Bischof, der die heimische Gemeinde nie im Stich gelassen habe. möh

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