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Bad Eilsen Der Standort ist entscheidend
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Der Standort ist entscheidend
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21:04 08.08.2011
Maya Struckmeier aus Luhden versucht sich hier begeistert in Straßenmalerei mit Kreidestiften. Quelle: sig
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Von der unteren Harrl-Allee bis fast zum Tuffsteinbrunnen waren Stände aufgebaut und auf dem Rasen Decken ausgelegt worden. Und weil das Wetter mitspielte, herrschte dort auch ständig ein reges Kommen und Gehen – meistens kamen gleich mehrere Familienmitglieder.
„Hier ist richtig was los“, stellte ein Vater fest, dessen Kinder auch einen Stand besaßen, während er selbst Ausschau nach anderen Schnäppchen hielt.
Fruttuoso Piccolo, der Leiter des Eilser Jugendzentrums, freute sich sichtlich über die tolle Entwicklung, die seine Idee durch den Standortwechsel genommen hat. Wenn es Fragen gab, war er jederzeit ansprechbar während der Veranstaltung. Meistens hatte er sogar etwas in der Tasche, um die Kinder zu erfreuen, die die ganze Zeit über brav ihr Angebot präsentierten und handelten.
Eigentlich fehlte kaum etwas, was ein Kinderherz erfreuen kann: Spiele, Bücher, Kassetten, CD, Puppen, Kuscheltiere und sogar Fahrräder sowie größere fahrbare Spielmobile. Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich Kinder von den Dingen trennen können, die ihren Lebensweg über einige Jahre hinweg begleitet haben. Wenn man größer wird, ist es wohl nicht mehr zeitgemäß, mit einer Barbiepuppe oder mit dem Baby Annabell zu spielen, und die Kassetten von Bibi und Tina müssen dann eben spannenderen Abenteuergeschichten weichen.
Etwas verwundert waren die Besucher, die direkt neben einem Buch mit dem Titel „Babysitter Blues“ einen Band fanden, der über die Rechte von Mietern informierte. Ein Junge wollte sich von seiner Großauswahl an gefährlich ausschauenden Tieren aus Kunststoff trennen. Neben Krokodilen und anderen Reptilien aus Kunststoff lagen oder standen Dinosaurier verschiedenster Gattungen.
Eine Mutter: „Meine drei Töchter haben die letzten Tage kräftig aufgeräumt und aussortiert. Dazu gehörte sogar ein Betthimmel, unter dem man es sich noch als Erwachsener gemütlich machen kann. Käufer gibt es heute genug. Schon auf dem Weg zum Kurpark wurden wir ein Fahrrad los.“
Unweit des Tuffsteindurchbruches saßen zwei Mädchen, die sich mit Straßenmalerei befassten. Erstes Werk: ein riesengroßes rotes Herz. Und auch das war neu: Gleich am Eingang zum Flohmarkt saß ein Mädchen, das auf die Fingernägel der Besucher kleine Motive mit farbigem Lack aufstempelte. Dazu gab es ein Musterblatt. Sogar ein Mann hielt dem Mädchen gern seine Hand zur Verschönerung entgegen.

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