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Diakon Ingmar Everding wird Pfarrbezirk weiter betreuen

Vertrag um zwei Jahre verlängert Diakon Ingmar Everding wird Pfarrbezirk weiter betreuen

In der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bad Eilsen sind die personellen Weichen für einen erfolgreichen Schritt in die Zukunft gestellt.

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Diakon Ingmar Everding mit seinem 14 Monate alten Sohn Jona und seiner Ehefrau Connie.

Quelle: möh

Bad Eilsen/Luhden/Steinbergen (möh). Nachdem sich die Schaumburg-Lippische Landeskirche für den 51-jährigen Pastor Hendrik Blank als Nachfolger für den zum Ende des Jahres in den Ruhestand gehenden Superintendenten Reiner Rinne entschieden hat, sind nun auch die Würfel für die Betreuung im Pfarrbezirk Luhden, die schon in den vergangenen zwei Jahren in den Händen von Diakon Ingmar Everding lag, gefallen. Der bisherige Diakon hat einen Vertrag über weitere 24 Monate erhalten.

 Um Everding keinen unbefristeten Vertrag geben zu müssen, ihn aber nicht auch zu „verlieren“, hat die Schaumburg-Lippische Landeskirche „in die Trickkiste“ gegriffen, um einen weiteren Zeitvertrag arbeitsrechtlich zu legalisieren. Die Aufgaben des Diakons bleiben die alten, er wohnt weiterhin im Kirchenzentrum in Luhden, aber als Arbeitgeber fungiert nun offiziell die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Steinbergen.

 Diakon Everding wird sich weiterhin um die Jugend kümmern und vor allem für die Konfirmandenarbeit in beiden Kirchengemeinden Bad Eilsen und Steinbergen zuständig sein. Besondere Aufgabe wird es für ihn sein, das heimische Konzept der Konfirmandenunterrichtung auch auf Steinbergen zu übertragen. So wird zunächst einmal die Ausbildungszeit von 24 auf 15 Monate reduziert. Pflicht ist dabei allerdings die Teilnahme an einer Wochenfreizeit im Herbst und an einer Freizeit über ein Wochenende im Frühjahr.

 Ziel der Ausbildung ist es, die Konfirmanden nicht durch reinen Unterricht zu „vergraulen“, sondern sie vielmehr in die Gemeinde zu integrieren, indem das Motto „Glauben erleben und erfahren“ in den Vordergrund geschoben wird. Schließlich leiden auch viele der Kirchengemeinden unter Nachwuchsmangel. Positives Beispiel ist dagegen die heimische Kirchengemeinde, denn im Teamer-Turm-Treff (TTT) gibt es viele Jugendliche, deren Konfirmation schon einige Jahre zurückliegt, die aber weiterhin der Gemeinde verbunden sind. Auch wenn Akteure für das Weihnachtsmusical gesucht werden, muss man nicht lange suchen, ehe das Ensemble komplett ist.

 Außerdem erhält jeder Konfirmand und jede Konfirmandin einen sogenannten Paten, der die jungen Menschen während der Zeit des „Konfi“-Kurses, wie die Ausbildung offiziell betitelt wird, begleitet. Diese Paten werden die Jungen und Mädchen auch während der gemeinsamen Freizeiten betreuen. Für das Jahr 2016 hat Everding bereits ein größeres Haus in Dänemark für eine gemeinsame Woche für den „Konfi“-Kurs Bad Eilsen und Steinbergen gebucht.

 Mit der neuen Art der Konfirmandenausbildung ist in der Kirchengemeinde bereits vor etwa zehn Jahren begonnen worden. Dieses Konzept, auch wenn es sich bisher sehr positiv ausgewirkt hat, erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn, so Diakon Everding: „Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse, die darin verarbeitet werden können beziehungsweise müssen.“

 Mit der Entscheidung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe kann Everding nach seinen eigenen Angaben „gut leben“, auch wenn er sich natürlich einen unbefristeten Arbeitsvertrag gewünscht hätte. Immerhin habe die Landeskirche aber seine bisherige Arbeit anerkannt und ihm mit dem neuen Arbeitsvertrag schließlich signalisiert, sie sei mit seiner Arbeit sehr zufrieden und wolle auf ihn nicht verzichten. Als Grund für den weiteren Zeitvertrag habe man ihm erklärt, dass in der Landeskirche bisher noch kein offizielles Papier existiere, wie Stellen für Diakone generell zu behandeln und vor allem zu finanzieren seien. An diesen notwendigen Rahmenrichtlinien, so habe man ihm erklärt, werde aber derzeit gearbeitet.

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