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Die Vielfalt nicht aufgeben

Cvangelisch-lutherische Kirchengemeinde Die Vielfalt nicht aufgeben

Noch recht jung ist die Geschichte der hiesigen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Vielleicht, oder gerade deshalb, hat sie daher noch keine Kruste angesetzt, denn moderne Jugendarbeit stand immer und steht noch heute ganz oben auf der Skala in der gemeindlichen Arbeit.

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Die Talkrunde in der Christuskirche mit Christel Bergmann (von links), Willi Dreves, Thomas Beckmann, Harald Bokeloh und Moderator Reiner Rinne hat viel zu diskutieren.

Quelle: möh

Bad Eilsen. Und die Kirche im Kurort ist auf dem richtigen Weg, um die Zukunft zu meistern.

 Dieses bescheinigten bei einer Talkrunde während des Geburtstagsgottesdienstes in der Christuskirche die Bürgermeister Thomas Beckmann, Harald Bokeloh, ihre Kollegin Christel Bergmann und auch Willi Dreves als Vorsitzender des Samtgemeinderates dem Moderator Superintendent Reiner Rinne.

 Offene, ehrliche und auch sehr persönliche Antworten von den heimischen Politikern erhielt der Superintendent im Rahmen der Talkrunde. So bekannten Beckmann und Bokeloh unisono, dass sie zur Kirche nie den „richtigen“ Zugang gefunden hätten. Dreves betonte, er habe als Naturwissenschaftler zwar mit der Institution Kirche so seine Probleme, aber nicht mit dem Glauben. Und Bergmann erklärte, der Glauben habe für sie eine große Bedeutung, aber bemängeln müsse sie die sehr frühe sonntägliche Gottesdienstzeit (10 Uhr). Die heimische Kirche, so erklärten die vier Talkgäste auf die entsprechende Frage, sollte keine ihrer derzeitigen Angebote aufgeben. Denn gerade die Vielfalt spreche viele Personen an, die sich dann auch mit „ihrer Kirche“ identifizieren könnten.

 Die Gottesdienstbesucher verkündeten ebenfalls ihre Meinung und erklärten in der Umfrage, dass sich die Kirche in der Flüchtlingspolitik stark einmischen, sich aber bei Fragen um den Einsatz der Bundeswehr und bei Geschäften in Krisengebieten strikt heraushalten solle. Zum „starken Mitmischen“ wurde die heimische Kirchengemeinde bei der Schulung von Ehrenamtlichen aufgerufen. Die Hälfte der Gäste sprach sich ferner dafür aus, dass sich die Kirchengemeinde beim Erntefest in Heeßen engagieren solle, und mehr als zwei Drittel wünschten sich die Einmischung in der Schule.

 Die Gemeinde wurde vor 60 Jahren am Reformationstag 1954 gegründet. Zuvor gehörten Bad Eilsen und Heeßen, obwohl auf dem Gebiet Schaumburg-Lippe gelegen, zur evangelischen Gemeinde Obernkirchen und damit zur Hannoverschen Landeskirche. Im Jahr 1976 gesellte sich dann noch Luhden hinzu. Der Ort gehörte bis dato zur Kirchengemeinde Kleinenbremen und folglich zur Westfälischen Landeskirche.

 Erster Pastor war für 26 Jahre Erich Hinz, dann folgte Hans-Peter Fiebig (25 Jahre), bevor Rinne das Kommando übernahm. Der Superintendent wird aber auf keinen Fall mehr die Dienstjahre seiner Vorgänger erreichen, denn er geht Ende 2015 in den Ruhestand. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Es werde aber keine Vakanz geben, versprach Rinne.

 Gottesdienst einmal anders lautete das Motto bei der „Church Night“. „Wir haben neue Gedanken und interessante Elemente eingebaut“, erklärte Diakon Ingmar Everding, und der Superintendent ergänzte: „Wir machen schräge Sachen. Aber lasst uns doch, es renkt sich alles wieder ein.“ Und extra zu dieser Nacht debütierte die „Church-Night- Band“ mit Lea Beckmann, Louisa Schwarze, Lea Schröder, Luise Hecht (Keyboard), Fabian Söhlke (Gitarre) und Kea Fakima (Schlagzeug).möh

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