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Niedersächsische Steuerakademie Dringend gebraucht

Finanzminister Peter-Jürgen Schneider hat im Palais im Park den Diensteid von 480 jungen Frauen und Männern, die zu Beginn des Monats ihre Ausbildung beziehungsweise ihr Studium an der Niedersächsischen Steuerakademie mit den Standorten in Bad Eilsen und Rinteln aufgenommen haben, abgenommen.

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Im Kurpark „kann man nicht nur die Seele baumeln lassen“, er eignet sich auch hervorragend für einen kleinen Sektempfang, natürlich nur bei herrlichem Sonnenschein.

Quelle: möh

BAD EILSEN. „Steuerverwaltung ist Eingriffsverwaltung. Nicht immer sind die Bürgerinnen und Bürger mit unseren Entscheidungen einverstanden. Manchmal, wenn sie Geld bekommen, sind wir ihnen zu langsam. Wir seien schlicht zu schnell, klagen sie, wenn wir finanzielle Forderungen an sie hätten. Und in Extremfällen fühlen sie sich von uns auch gepiesackt und schikaniert.“ Dieses erklärte Schneider.

Diese Ausbildung sei eine Investition in die Zukunft, sagte der Minister weiter, und die Steuerakademie sei als praxisorientierte Bildungseinrichtung anerkannt und etabliert. Um die Aus- und Fortbildung zu bündeln und zu modernisieren, habe das Land in den vergangenen zehn Jahren mehr als 20 Millionen Euro in die beiden Standorte investiert und zuletzt auch die Ausbildungskapazitäten deutlich ausgebaut.

Rekordzahl wieder erreicht

„Wir brauchen Sie dringend, und daher freue ich mich, dass Sie sich für die Steuerverwaltung entschieden haben“, hieß der Minister die 218 jungen Frauen und Männer für den gehobenen und die 262 Bewerber für den mittleren Dienst willkommen. Nachdem bereits im vergangenen Jahr mit 447 Nachwuchskräften eine Rekordzahl an Anwärtern eingestellt worden war, ist diese Marke mit dem aktuellen Einstellungsjahrgang nochmals übertroffen worden.

Insgesamt, so Schneider, habe die im Jahr 2013 von der Landesregierung gestartete Einstellungsoffensive zu einer Verdopplung der Anwärterzahlen geführt. Und die jungen Leute würden in der Finanzverwaltung mehr als dringend benötigt, denn bis zum Jahre 2014 gingen fast 40 Prozent der aktuell rund 4800 Mitarbeiter der niedersächsischen Steuerverwaltung in Pension oder Rente. Dieses bezeichnete er als eine enorme Personalfluktuation, die viele unterschiedliche Herausforderungen nach sich ziehe.

Ratschläge inklusive

Der Minister zeigte sich im Palais im Park davon überzeugt, dass die Steuerverwaltung im Wettbewerb um Personal und Nachwuchskräfte mit privaten Arbeitgebern mithalten und bestehen werde. So biete die Steuerverwaltung gute und sichere Arbeitsplätze sowie interessante und herausfordernde Arbeitsbereiche. Auch werde durch die Möglichkeit von flexiblen Arbeitszeiten sowie Teilzeit und Homeoffice die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nachhaltig unterstützt.

Dass die Steuerverwaltung auch aus der Sicht der jungen Menschen ein attraktiver Arbeitgeber sei, zeige die Tatsache, dass sich 4800 Interessenten um eine Ausbildung oder ein Studium beworben hätten. Schneider: „Diese große Zahl der Bewerbungen erfüllt uns durchaus mit Stolz.“

In seiner Festrede gab der Minister den Anwärtern auch einen Ratschlag für ihren beruflichen Werdegang mit auf den Weg. Sie sollten sich als Vertreter des Staates nicht von Sympathie oder Antipathie leiten lassen, sondern stets bemüht sein, ihre Entscheidungen aus dem Gesetz abzuleiten. Und sie sollten dabei besonnen, verständnisvoll und pragmatisch agieren und ihre Entscheidungen dem Bürger möglichst verständlich erklären.

Steuerrecht ist Programm

An die jungen Frauen und Männer gerichtet erklärte der Leitende Regierungsdirektor Karsten Pilz, Chef der Steuerakademie, sie hätten in ihrem künftigen Beruf eine wichtige Aufgabe zu erledigen, die, so schränkte er ein, nicht immer populär sei. Ziel der Akademie sei es nun, ihnen das Steuerrecht nahezubringen.

Bad Eilsens Bürgermeisterin Christel Bergmann und Joachim Steinbeck als allgemeiner Vertreter des Rintelner Bürgermeisters Thomas Priemer hießen in ihren Grußworten die jungen Leute im Kurort und in der Weserstadt willkommen. Während Bergmann den Kurpark als Ort anpries, „in dem man auch einfach mal die Seele baumeln lassen könne“, hob Steinbeck den hohen Freizeitwert „seiner“ Stadt hervor.

Die Feierstunde, an die sich ein kleiner Sektempfang im Kurpark anschloss, wurde musikalisch umrahmt von der Akademieband sowie der Sängerin Ines Plettenberg (Finanzamt Westerstede) und dem Pianisten Sebastian Kokot, der Dozent in der Steuerakademie ist. möh

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