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Bad Eilsen Ein Saal ist schon fast fertig
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Ein Saal ist schon fast fertig
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00:26 21.06.2015
Fast wirkt die Baustelle im Bühnenraum wie ein künstlerisch gestaltetes Bühnenbild. Quelle: thm
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Eilsen

AG-Chef Jürgen Paxmann begrüßte im Schatten der Musikmuschel im Kurpark die Sozialdemokraten, unter ihnen auch dee ehemalige Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier. Bürgermeisterin Christel Bergmann machte die Besucher mit einigen Details der bis ins 12. Jahrhundert zurückweisenden Geschichte der Heilquellen bekannt. Anschließend übernahm Bad Eilsens Gemeindedirektorin Svenja Edler die Regie und erläuterte den Genossen, vor welchem Hintergrund die Sanierung des verzweigten Gebäudekomplexes zum Veranstaltungszentrum „Palais im Park“ spielt und wie es um den Baufortschritt bestellt ist.

Edler erinnerte an Überlegungen der Jahre 2004, den Komplex zu sanieren. Damals hätte die Gemeinde dafür mehr als zwei Millionen aufwenden müssen, um zu verhindern, dass die Gebäude verfallen. „Zu viel, um das alleine wuppen zu können“, so Edler. Dann kam das Jahr 2011, in dem Bund und Land ein für kleine Kommunen maßgeschneidertes Förderprogramm auflegten. Eilsen ergriff die Chance, meldete dafür die Kursaal-Ensemble-Sanierung an und erzielte einen Volltreffer.

Schon in der ersten Tranche bewilligte das Sozialministerium in Hannover für anfänglich kalkulierte Baukosten von 3,5 Millionen Euro einen Zuschussbetrag in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro. Mit der Zusage in der Tasche lief die konkrete Detailplanung an, die die zunächst nur grob geschätzten Kosten um rund 1,5 Millionen Euro in die Höhe schnellen ließen. Doch kürzlich kam die Zusage aus Hannover, das aus besagtem Programm eine weitere Million Euro in das Palais-Projekt fließen wird. Nicht unerwähnt blieb, dass über die Leader-Förderung außerdem auch Mittel der Europäischen Union und des Landkreises Schaumburg in das Großvorhaben fließen.

Seit einem Jahr wird gebaut. Daran sind sechs Ingenieurbüros und 22 Handwerksbetriebe – auch aus der Region – beteiligt. Und deren Leute spucken tüchtig in die Hände, damit das Palais im Park wie geplant am 4. September eröffnet werden kann.

Gerade gestern erlebten die Besucher einen Riesenschritt vorwärts hautnah mit. Das gewaltige Gerüst, von dem aus die Arbeiter im hohen Georg-Wilhelm-Saal auch noch den allerletzten Winkel des Raumes erreichen konnten, wurde Strebe für Strebe abgebaut und herausgetragen. Damit wurde nach langer Zeit erstmals der Blick frei auf das in schwindelerregender Höhe vollzogene Sanierungswerk. Im Julianen-Saal – dem ehemaligen Kurtheater – ist das Gerüst schon etwas länger verschwunden. Die SPD-Gruppe staunte nicht schlecht, welch gediegenen Eindruck der restaurierte Raum machte. thm

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