Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Ein schlechter Tag für Gerhard Hasse

Harald Bokeloh als Bürgermeister wiedergewählt Ein schlechter Tag für Gerhard Hasse

Das ist schon bitter für einen Lokalpolitiker: Bei der Kommunalwahl vom 11. September hatte Gerhard Hasse als Einzelkandidat noch ein fulminantes Ergebnis eingefahren. Mit insgesamt 295 erhaltenen Wählerstimmen lag er weit vor den mit ihm um ein Mandat im Heeßer Gemeinderat konkurrierenden Bewerbern von SPD, CDU respektive Bündnis 90/Die Grünen.

Voriger Artikel
Viele schöne, selbst gemachte Dinge
Nächster Artikel
Weihnachtsmarkt für einen guten Zweck

Nach der ratsinternen Abstimmung gratuliert Gerhard Hasse (links) dem SPD-Mann Harald Bokeloh zu dessen Wiederwahl als Bürgermeister der Gemeinde Heeßen.

Quelle: wk

HEEßEN. Selbst der zu jener Zeit bereits amtierende SPD-Bürgermeister Harald Bokeloh (222 Stimmen) rangierte weit hinter Hasse. Doch bei der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Gemeinderates wurde dem Parteilosen vor Augen geführt, dass die Mehrheit der Wählerstimmen allein nicht ausreicht, um das höchste Amt in der Gemeinde, den Bürgermeister-Posten, zu ergattern.

Klar war freilich schon im Vorfeld, dass die Gruppe SPD-Bündnis 90/Die Grünen (sechs Sitze) und die CDU-Fraktion (vier Sitze) die Sache unter sich ausmachen würden. Erwartungsgemäß wurde denn auch der Sozialdemokrat Bokeloh mit sechs Stimmen als Bürgermeister wiedergewählt, während der bei dieser ratsinternen Wahl als Gegenkandidat angetretene Christdemokrat Frank Harmening lediglich vier Stimmen bekam.

Schlimmer für Hasse war indes, dass er bei den dann folgenden Abstimmungen über die Besetzung der beiden Vize-Bürgermeister-Posten ebenfalls leer ausging. Denn auch dabei hatten die SPD-geführte Gruppe und die CDU-Fraktion eigene Kandidaten für diese Ämter ins Rennen geschickt. Und da Hasse trotz seines deutlichen Wählerstimmen-Vorsprungs bei der Kommunalwahl in dem „Ortsparlament“ nur einen Sitz innehat, konnte er bei den jetzigen – in geheimer Wahl durchgeführten – Abstimmungen als Alleinkämpfer leicht überstimmt werden.

So erhielt Hasse, der sich selbst als Kandidat für den Posten des ersten Vize-Bürgermeisters vorgeschlagen hatte, bei der Kür des ersten stellvertretenden Bürgermeisters lediglich zwei Stimmen, während acht Ratsmitglieder für Harmening votierten. Und bei der Wahl des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters unterlag Hasse (nun vorgeschlagen von der CDU-Fraktion) mit drei zu sieben Stimmen gegenüber dem von der Mehrheitsgruppe vorgeschlagenen Bündnisgrünen Heinz-Hardy Hoffmann. Ergo wurde Harmening erster stellvertretender Bürgermeister beziehungsweise Hoffmann zweiter stellvertretender Bürgermeister.

Gruppenbildung im Rat

Apropos: Die SPD-Fraktion (Harald Bokeloh, Gabriele Walz, Klaus Ewest und Jürgen Selig) sowie das Ratsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen (Heinz-Hardy Hoffmann) bilden in dem Gemeinderat gemeinsam eine Gruppe namens SPD-Bündnis 90/Die Grünen. Deren Sprecherin ist Walz, Hoffmann ist Vize-Gruppensprecher.

Der CDU-Fraktion gehören dagegen die Ratsmitglieder Frank Harmening (Fraktionssprecher), Heinrich Meier (Stellvertretender Fraktionssprecher), Jens Mühe und Rudolf Wecke an.

Einstimmig votierte der neue Rat der Gemeinde Heeßen bei seiner konstituierenden Sitzung dafür, dass kein Verwaltungsausschuss eingerichtet wird. Ebenso wurde auf die Bildung eines Bauausschusses verzichtet. Dabei verständigte man sich allerdings einvernehmlich darauf, dass an Ortsterminen im Zusammenhang mit Bauangelegenheiten zukünftig nicht nur der Bürgermeister und der Gemeindedirektor teilnehmen, sondern dass dazu alle Ratsmitglieder eingeladen werden.

Als Gemeindedirektor wiedergewählt wurde Bernd Schönemann (Samtgemeindebürgermeister Eilsen), als Stellvertretende Gemeindedirektorin Kerstin Döring.

Für das Haushaltsjahr 2017 beschloss der Rat, folgende Investitionen – zumindest vorsorglich – in den Haushalt einzuplanen:

Erneuerung des Regenwasserkanals unterhalb der Straße Am Hang (Kosten: rund 60000 Euro); Sanierung der Kreuzung Im Wiesengrund/Bergstraße (50000 Euro); Sanierung einer Brücke am Aue-Rundwanderweg (30000 Euro); Erstellung eines Kanalkatasters (20000 Euro); Erweiterung der Straßenbeleuchtung (10000 Euro); Anschaffung von zwei „Geschwindigkeitsdisplays“ (6000 Euro); Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Bereich Jahnstraße/ Martin-Luther-Straße (4000 Euro) und Neugestaltung von Bushaltestellen (keine Angabe zur Investitionshöhe). wk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg