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Eindrucksvoller Gottesdienst im Kurpark

Open-Air-Taufe in Bad Eilsen Eindrucksvoller Gottesdienst im Kurpark

Er hat die Open-Air-Gottesdienste im Park des Heilbades eingeführt – und er nahm jetzt Abschied von diesen immer wieder beeindruckenden Treffen der evangelischen Kirchengemeinde Bad Eilsen.

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Gute Stimmung bei Täufling Lars-Henrik von Tiesenhausen und dessen Eltern sowie bei Superintendent Reiner Rinne.

Quelle: sig

Bad Eilsen. Superintendent Reiner Rinne wurde für diese Idee und für die Ausgestaltung zum Ausklang der diesjährigen Sommer-Gottesdienste mit dem schönsten Wetter und mit viel Beifall belohnt.

Sehr gut war auch der Besuch, zumal die hohen Kastanien vor der Konzertmuschel ausreichend Schatten spenden. Solche Freiluft-Gottesdienste wird es dort auch künftig geben, aber nicht mehr in diesem Jahr und künftig wohl auch nicht mehr unter der Leitung von Rinne, denn dieser ist im kommenden Jahr im Ruhestand.

Der Superintendent war überzeugt davon, dass das Wetter in diesem Jahr bei keinem anderen Open-Air-Gottesdienst sonniger war als jetzt bei der letzten Ausgabe. Nur der Wind wehte etwas kräftig. Das Kreuz auf dem provisorischen Altartisch vor der Konzertmuschel widerstand ihm, nicht aber das Feuerzeug. Und so gab es keine Chance, Kerzen zu entzünden.

Deshalb bekam Lars-Henrik von Tiesenhausen nach seiner Taufe eine nicht brennende Kerze. Auch das war ungewöhnlich: Dieser Täufling war nämlich alt genug, um sein Bekenntnis zum christlichen Glauben selbst abzugeben, nachdem es vor ihm seine Eltern getan hatten. Lars-Henrik ist nämlich bereits Schüler.

Die Predigt richtete Rinne an einem der bekanntesten Kirchenlieder aus. Der vor rund 250 Jahren komponierte Choral „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ von Georg Neumark wurde in Abschnitte aufgeteilt, zwischen denen der Seelsorger immer wieder Bezüge zur Gegenwart herstellte.

Bei allem technischen Fortschritt haben sich die Gefühle und Reaktionen der Menschen nicht entscheidend geändert. Neben allem Frohsinn wird es auch weiterhin noch die Traurigkeit geben – aus welchem Grund auch immer. Im Text des Kirchenliedes heißt es: „Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit.“ Mit dieser Wahrheit müssen auch die nächsten Generationen noch leben.

Am Beispiel des Komponisten und Autoren Georg Neumark konnte Rinne nachweisen, dass man trotz zahlreicher Rückschläge schließlich doch noch positive Erfahrungen machen kann. Mut, Ausdauer, Selbstvertrauen und Vertrauen auf Gott seien dazu unerlässlich und sinnvoller, als jeden „Morgen das Ungemach zu beseufzen“.

Rinne warnte davor, sich selbst zu überschätzen und zu überfordern in dem Bestreben, sich mit anderen Menschen zu vergleichen und sie möglichst sogar noch zu überholen. Materieller Reichtum könne nicht das entscheidende Lebensziel sein. Viele Beispiele würden zeigen, so Rinne, „wie Reiche und die Reichen stürzen“.

Zum Schluss dankte der Seelsorger allen, die zur Organisation und Ausgestaltung der Open-Air-Gottesdienste beigetragen haben. Dazu gehörten außer der politischen Gemeinde Bad Eilsen die Mitglieder des Gemeindekirchenrates, der für die Technik zuständige Diakon Ingmar Everding und die Organistin Annette Pflug-Herdrich. Die Kollekte dieses Tages war für die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit bestimmt. sig

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