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„Eine erhebliche Herausforderung“

Klinikum ist Thema „Eine erhebliche Herausforderung“

In Sachen Umzug nach Vehlen gebe es schon jetzt - trotz verspätetem Umzug des Klinikums - jede Menge zu tun. Das hat Bettina Geißler-Nielsen, Geschäftsführerin der Krankenhausprojektgesellschaft, beim Klönabend des SPD-Ortsvereins Eilsen im Restaurant „Vier Jahreszeiten“ in Bad Eilsen berichtet.

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Auch während des Umzuges der beiden verbliebenen Alt-Krankenhäuser in das neue Klinikum werde der Fokus auf der Patientenversorgung liegen, versicherte Bettina Geißler-Nielsen, Geschäftsführerin der Krankenhausprojektgesellschaft Schaumburg mbH.

Quelle: wk

Bad Eilsen. An sich sollte das in der Vehlener Feldmark entstehende Klinikum namens „Agaplesion Evangelisches Klinikum Schaumburg gGmbH“ seinen Betrieb zum Jahreswechsel 2016/17 aufnehmen. Aber aufgrund von Verzögerungen im Baufortschritt sowie den erst nach baulicher Fertigstellung möglichen technischen und hygienischen Abnahmen des Gebäudes kann dieser Termin nicht eingehalten werden. Geplant ist die Eröffnung jetzt für April 2017.

Einerseits ist das ärgerlich für die mit der Koordination befasste Krankenhausprojektgesellschaft Schaumburg mbH, andererseits steht dieser somit mehr Zeit zur Verfügung, um den Umzug des Kreiskrankenhauses Stadthagen und des Evangelischen Krankenhauses Bethel Bückeburg vorzubereiten. Das Klinikum in Rinteln wurde bereits insofern aufgelöst, als dass deren Abteilungen auf das Bückeburger Krankenhaus „verlagert“ worden sind.

In Sachen Umzug nach Vehlen gebe es schon jetzt jede Menge zu tun, wie Bettina Geißler-Nielsen, Geschäftsführerin der Krankenhausprojektgesellschaft, bei dem Klönabend des SPD-Ortsvereins Eilsen im Restaurant „Vier Jahreszeiten“ in Bad Eilsen berichtete. Welche Herausforderungen logistischer und anderer Art bei diesem Umzug zu meistern sind, das war das Thema ihres Vortrages. „Die Kunst liegt darin, alle Prozesse so aufeinander abzustimmen, dass, wenn das neue Großklinikum an den Start geht, alles reibungslos funktioniert“, erklärte sie. Daher habe man den Umzug in drei Phasen aufgeteilt: einen Vor-, Haupt- und Nachumzug.

Sowohl in den beiden noch verbliebenen alten Krankenhäusern als auch am neuen Klinikum müsse man ohne Unterbrechung die medizinische Versorgung der Patienten sicherstellen. Von daher würden rechtzeitig vor dem Tag der offiziellen Inbetriebnahme zunächst jene Gerätschaften und sonstigen Materialien von Stadthagen und Bückeburg nach Vehlen verbracht, die man an den beiden alten Standorten nicht mehr benötige. Im Rahmen des Hauptumzuges ziehe man dann an einem noch zu bestimmenden Wochenende (Sonnabend und Sonntag) mit den Patienten und dem Personal in das Großklinikum um, bevor die in Stadthagen und Bückeburg verbliebenen restlichen Dinge nach Vehlen nachgeholt werden (Nachumzug).

An den beiden Tagen des Hauptumzuges werden die Patienten entsprechend ihres Krankenstandes in Gruppen eingeteilt, nach denen sich die Art des jeweiligen Krankentransportes richtet, der in einer konzertierten Aktion in Kooperation mit dem DRK durchgeführt wird, erklärte Geißler-Nielsen weiter. Dabei betonte sie, dass es deswegen „nicht zu einer Einschränkung“ hinsichtlich der im Landkreis für medizinische Notfälle zur Verfügung stehenden Krankenwagen kommt. „Die im Schaumburger Land für den Rettungsnotdienst benötigten Fahrzeuge werden bei diesem Umzug nicht eingesetzt.“ Und: „Alle Patienten aus Schaumburg haben an diesem Tag eine Anlaufstelle.“ Bedeutet: Wer eine ärztliche Versorgung benötigt, kann sicher sein, dass er auch eine bekommt.

Wegen dieser und anderer Themen, die mit der Durchführung des Vor-, Haupt- und Nachumzuges zusammenhängen, gibt es – so Geißler-Nielsen – „unzählige Arbeitsgruppen“ der alten Krankenhäuser, die sich damit beschäftigen. Wobei die Mitarbeiter, die sich darin engagieren, dies zusätzlich zu deren eigentlichen beruflichen Aufgaben tun. Beispielsweise indem Arbeitsabläufe des Klinikum-Alltags analysiert, detailliert beschrieben und passgenau für das neue Klinikum umgeschrieben werden.

„Mehr als 80 Prozent der Themen sind bereits bearbeitet“, resümierte Geißler-Nielsen. Was demnächst noch anstehe, sei, dass alle Mitarbeiter das neue Gebäude mit all seinen Funktionsstellen kennenlernen, sodass sie sich darin zielsicher orientieren können. Zudem müssen sie sich rechtzeitig in die für sie jeweils relevante (medizinische) Technik einweisen lassen. „Das ist schon eine erhebliche Herausforderung, was da auf die Mitarbeiter zukommt.“ wk

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